Köln zählt Fische in Parkweihern

Köln zählt Fische in Parkweihern

Von Heinz Horst

  • Fische in Parkweihern werden regelmäßig gezählt
  • Rückschlüsse auf Wasserqualität
  • Umkippen von Gewässern verhindern

Um den Fischbestand zu zählen, braucht das Wasser der Teiche nicht abgepumpt zu werden. Statt dessen kommt elektrische Spannung zum Einsatz. Ein kurzer, ungefährlicher Stromstoß betäubt die Fische, sie können mit einem Kescher rausgeholt werden. So wird ermittelt, wie viele Tiere im Weiher leben, ob es Fried- oder Raubfische sind, das Alter und das Geschlecht werden bestimmt.

Zu viele Fische belasten Gewässer

Mit den Informationen über den Fischbesatz lassen sich auch Rückschlüsse auf die Wasserqualität des Weihers ziehen. Denn leben darin zu viele Fische, gelangen auch zu viele Nährstoffe ins Wasser. Vor allem bei hohen, sommerlichen Temperaturen drohen die Gewässer dann umzukippen. So wie der Aachener Weiher vor einigen Jahren. Damals verendeten Enten und Fische. Seitdem lässt die Stadt regelmäßig den Fischbestand seiner Parkweiher prüfen.

Nach der Zählung werden die Fische wieder ins Wasser gesetzt. Das Verfahren schädigt nach Angaben der Stadt die Tiere nicht. Die Fischzählung ist auch eine Maßnahme gegen den Überbesatz von Fischen in städtischen Gewässern. Sind zu viele Tiere da, werden diese gefangen und in andere Seen, Weiher oder Teiche umgesetzt. Damit soll die Wasserqualität nachhaltig verbessert werden.

Stand: 03.07.2018, 10:10

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