Großeinsatz nach Chemieunfall in Kölner Molkerei beendet

Einsatzkräfte der Feuerwehr vor dem Gebäude von FrieslandCampina.

Großeinsatz nach Chemieunfall in Kölner Molkerei beendet

Nach dem Chemie-Unfall am Montag in einer Molkerei in Köln-Bilderstöckchen konnte die Feuerwehr ihren Einsatz in der Nacht auf Mittwoch beenden.

Bereits am Dienstag hatten die Einsatzkräfte Entwarnung für die unmittelbare Nachbarschaft gegeben. In drei Silos sind aus bisher ungeklärter Ursache rund 11.000 Liter Natronlauge und 4.000 Liter Ameisensäure vermischt worden. Erste Versuche, diese brisante Mischung aus den Tanks zu pumpen waren fehlgeschlagen.

Im Laufe des Dienstags haben die Experten mit Hilfe eines speziellen Transportsystems einen weiteren Versuch gestartet, um den Inhalt der Tanks abzupumpen und der Entsorgung zuzuführen. Das gelang erst gegen Mitternacht. Das Stoffgemisch wurde während des gesamten Einsatzes überwacht. Die Feuerwehr hat die Anlage jetzt wieder an den Betreiber übergeben - der ist auch für die Entsorgung der Stoffe zuständig.

Vorsichtsmaßnahmen nach Schadensmeldung

Die Bewohner der Stadtteile Bilderstöckchen und Mauenheim waren nach dem Chemieunfall am Montag (13.09.2021) zunächst gebeten worden, ihre Fenster und Türen zu schließen und ihre Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Die Feuerwehr hatte die Warnung aber am Dienstag aufgehoben.

Chemieunfall bei FrieslandCampina in Köln: Silos waren falsch befüllt

Ameisensäure darf eigentlich seit einigen Jahrzehnten nicht mehr verwendet werden. Wie sie in die Silos geriet, ist unklar. Laut Betreiberfirma war die Lieferung als Natronlauge in den Papieren deklariert.

Beim Abtanken des Lasters war es am Montag (13.09.2021) zu einer chemischen Reaktion mit starker Rauchentwicklung gekommen. Verletzt wurde niemand. Dennoch seien zehn Mitarbeitende nach einer notärztlichen Untersuchung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden, so die Feuerwehr Köln.

Stand: 15.09.2021, 10:47

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