Holzmedaillen und Mehrwegbecher: Köln-Marathon will CO2 sparen

Eine alte Medaille aus Zink, die neue Medaille aus Holz

Holzmedaillen und Mehrwegbecher: Köln-Marathon will CO2 sparen

Von Sabine Büttner

  • Medaillen und Shirts aus Holz
  • Produktion bei Startups in NRW
  • Fangnetze zum Müllsammeln an der Strecke

Mehr Umweltschutz, mehr Nachhaltigkeit – der Köln-Marathon will in diesem Jahr als Sport-Großevent neue Wege gehen. Der TÜV hatte im vergangenen Jahr den ökologischen Fußabdruck des Marathons errechnet: 140 Tonnen CO2 kamen rechnerisch durch die Veranstaltung zusammen. Das soll sich ändern. Der größte Wurf sind dabei die neuen Medaillen. Sie werden aus Holz hergestellt, bei einem kleinen Unternehmen im Bergischen.

Medaillen und neues Shirt für den Köln-Marathon 2019

In den vergangenen Tagen sind die ersten Sätze Medaillen im Marathon-Büro im Stadtteil Müngersdorf eingetroffen, insgesamt 230.000 werden bis zum Lauf im Oktober produziert.

Marathon-Geschäftsführer Markus Frisch sagt, dass allein durch die neuen Medaillen rechnerisch 30 Tonnen CO2 gespart werden. Bislang kamen die Medaillen aus Südafrika und waren aus Zink. Insgesamt investieren die Organisatoren rund 60.000 Euro in die Nachhaltigkeits-Offensive – und setzen dabei auf Startup-Unternehmen aus NRW, was gleichzeitig lange Lieferwege spart.

T-Shirts aus Holzfasern

Köln-Marathon-Geschäftsführer Markus Frisch im neuen Shirt

Auch beim offiziellen Marathon-Shirt soll Holz für eine bessere Ökobilanz sorgen: Das Shirt ist zu 67 Prozent aus Holzfasern aus nachhaltiger Forstwirtschaft, zu 33 Prozent aus Bio-Baumwolle. Im Gegensatz zum früheren Shirt aus Polyester ist es doppelt so teuer. Frisch hofft, dass es trotzdem bei Läufern und Fans ankommt. Er will mit dem Kölner Lauf auch eine Vorreiterrolle für andere große Sport-Events einnehmen und zeigen, was für mehr Klimaschutz möglich ist.

Mithilfe der Läufer gefragt

Ein Läufer wirft einen Pappbecher in ein großes grünes Fangnetz

Auch die Teilnehmer des Marathons am 13. Oktober können mithelfen – indem sie ihre Papp-Trinkbecher in neue, große Fangkörbe werfen. Die werden an den Versorgungsstationen aufgestellt, an denen die Läufer unterwegs Getränke bekommen. Mit den Fangnetzen sollen bergeweise Becher auf den Kölner Straßen wie in den vergangenen Jahren vermieden werden. An einigen Versorgungspunkten setzen die Marathon-Organisationen außerdem Mehrwegbecher ein.

Stand: 16.08.2019, 08:25