Private Firma übernimmt Kölner Krematorium

Krematorium Köln

Private Firma übernimmt Kölner Krematorium

  • Kölner Krematorium wird privatisiert
  • Niederländische Firma übernimmt den Betrieb
  • Preise sollen stabil bleiben

Die Stadt gibt das Krematorium aus wirtschaftlichen Gründen auf. Das Unternehmen „die Facultatieve“ aus Den Haag betreibt schon zwei deutsche Krematorien: Eines im bayerischen Memmingen und eines in Willich am Niederrhein. In ihrer Heimat baute die Firma das landesweit erste Krematorium und ist unter anderem auf die Entwicklung von Öfen spezialisiert.

Eine Million Euro für Sanierungen

In Köln muss das Unternehmen vor allem am Gebäude größere Sanierungsarbeiten vornehmen – insgesamt ist die Rede von mehr als einer Million Euro, die in den Standort Köln investiert werden sollen. Die Stadt bleibt lediglich für die Gebäudeunterhaltung zuständig. Die Mitarbeiter, die im Krematorium gearbeitet haben, werden künftig an anderer Stelle in der Stadtverwaltung arbeiten.

Schon seit mehreren Wochen wurden einige Mitarbeiter der niederländischen Firma in Köln eingearbeitet. Per Vertrag ist aber geregelt, dass die Stadt jederzeit unangekündigte Kontrollen im Krematorium vornehmen darf. Auch muss das Unternehmen einen Jahresbericht vorlegen und außergewöhnliche Fälle melden.

4000 Einäscherungen im Jahr

Krematorium Köln

Rund 4.000 Kremierungen gab es im vergangenen Jahr im Kölner Krematorium. „Der Anteil der Urnenbestattungen hat in den letzten Jahren enorm zugenommen“, sagt der Leiter des Grünflächenamtes, Manfred Kaune.

Die Preise, die Angehörige für die Kremierung zahlen, sollen mit dem neuen Betreiber aber nicht deutlich steigen, sondern, so heißt es, „sozialverträglich“ bleiben. Und das, obwohl Edelmetalle wie das Zahngold der Toten künftig nicht mehr wie bislang verkauft werden dürfen, um die Kosten für die Einäscherung zu senken. Sie werden, wenn sie nicht in der Asche verbleiben sollen, künftig für einen guten Zweck verkauft.

Stand: 25.03.2019, 13:49