Gefährlicher Keim in Kölner Praxis

Blutdoping mit EPO

Gefährlicher Keim in Kölner Praxis

  • 28 Patienten bei Injektionen in Praxis infiziert
  • Staatsanwaltschaft ermittelt
  • Todesfall nach Injektion wird geprüft

In einer Radiologie-Praxis in Köln hat sich ein gefährlicher Keim verbreitet. Die Praxis bestätigte gegenüber dem WDR am Dienstag (14.05.2019), dass 28 Patienten erkrankt waren, nachdem sie bei einer speziellen Rückenbehandlung eine Spritze erhalten hatten. Mehrere infizierte Patienten seien danach an einer lebensgefährlichen Hirnhautentzündung erkrankt.

Ermittlungen nach Todesfall

Ein 84-Jähriger Kölner, der ebenfalls eine Injektion erhalten hatte, war danach gestorben. Bei ihm seien nach der Behandlung schwere Komplikationen aufgetreten, so die Praxis. Als eine Querschnittslähmung drohte, sei er notoperiert worden. Der Mann war nach der OP an Multiorganversagen gestorben. Ob sein Tod mit der Keiminfektion zusammenhängt, ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft.

Behandlungen ausgesetzt

Woher der gefährliche Keim stammt, ist unklar. Das Behandlungsverfahren sei ausgesetzt, sagt der leitende Arzt gegenüber dem WDR. In den ersten anderthalb Monaten dieses Jahres wurden knapp 300 Patienten mit dieser Therapie behandelt.

Stand: 14.05.2019, 11:39