Prozessbeginn: Grönemeyer-Streit mit Paparazzi

Herbert Grönemeyer

Prozessbeginn: Grönemeyer-Streit mit Paparazzi

  • Prozessauftakt um Streit zwischen Grönemeyer und Paparazzi
  • Fotograf und Kameramann wegen Falschaussage angeklagt
  • Grönemeyer ab Mittwoch (20.02.2019) als Zeuge erwartet

Der Sänger Herbert Grönemeyer wird ab Mittwoch (20.02.2019) vor dem Landgericht Köln im Strafprozess als Zeuge erwartet. Grund ist ein Streit des Künstlers mit zwei Paparazzi.

Sie hatten ihn am Flughafen Köln/Bonn nach seinen Angaben gegen seinen Willen fotografiert und gefilmt. Daraus entwickelte sich ein langwieriger juristischer Streit. Nun müssen sich die beiden Männer wegen Falschaussage verantworten.

Verletzung der Privatsphäre

Die Paparazzi hatten gegenüber der Staatsanwaltschaft in einem Zivilverfahren behauptet, Grönemeyer habe sie grundlos körperlich angegangen und verletzt. Bei der Aktion am Flughafen Köln/Bonn im Dezember 2014 fotografierten bzw. filmten die beiden Männer den Musiker.

Grönemeyer, in Begleitung von Sohn und Freundin, hatte ihnen nach seinen Angaben deutlich zu verstehen gegeben, dass er das nicht wolle. Er sah seine Privatsphäre verletzt.

Weil die Paparazzi weitermachten, kam es zu einer Auseinandersetzung, in der Grönemeyer versuchte die Fotografen wegzudrängen. Der Künstler sei in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt worden, so das Argument der Richter.

Verbreitung von Video bereits untersagt

Im Zivilprozess 2017 hatte der Musiker Boulevardmedien bereits erfolgreich untersagt, ein Video und falsche Berichte über den Vorfall zu veröffentlichen. Der Prozess ist auf fünf Verhandlungstage angesetzt.

Stand: 18.02.2019, 10:00