Ford-Konzern streicht 5.000 Stellen in Deutschland

Ford-Betriebsrat kritisiert Unternehmen wegen Stellenabbau

Ford-Konzern streicht 5.000 Stellen in Deutschland

  • Fordwerke informierten Mitarbeiter über Stellenabbau
  • Fast ein Viertel der gesamten Belegschaft in Deutschland fällt weg
  • Keine betriebsbedingten Kündigungen bis 2022

Die Fordwerke haben am Freitag (15.03.2019) die Mitarbeiter über den geplanten Stellenabbau in einer Mitteilung informiert. Mehr als 5.000 Stellen und damit fast ein Viertel der gesamten Belegschaft in Deutschland sollen wegfallen. Hintergrund ist die Digitalisierung. Gestrichen würden Stellen in der Entwicklung und im Management.

Sozialverträglicher Abbbau angekündigt

Der Stellenabbau solle möglichst sozialverträglich geschehen. Betriebsbedingte Kündigungen seien durch eine Standortvereinbarung bis zum Jahr 2022 ausgeschlossen.

Oberbürgermeisterin Reker ist enttäuscht

Kölns Oberbürgermeisterin reagierte mit "einer großen Portion Unverständnis und auch Enttäuschung" auf den angekündigten Stellenabbau. "Wir müssen damit rechnen, dass ein Großteil der Stelleneinsparungen in Köln realisiert werden", sagte sie laut einer Mitteilung. Als Kölner Oberbürgermeisterin hätte sie sich eine zukunftsgewandtere Entscheidung der Konzertzentrale in Dearborn (Michigan, USA) gewünscht.

Rote Zahlen in den vergangenen Jahren

Hintergrund ist, dass Ford in Europa in den vergangenen Jahren dauerhaft rote Zahlen geschrieben hat. Erst im Januar 2019 hatte Ford einen massiven Stellenabbau in Europa angekündigt. Unklar blieb aber, welche Standorte betroffen sind. Auch heute wurde nicht bekannt, wo gekürzt wird. In den Werken in Köln und Aachen arbeiten rund 18. 000 Beschäftigte.

Stand: 15.03.2019, 20:49