DLR-Studie: Kinder schlafen schlechter bei Fluglärm

Köln: Das Foto aus der MIDAS-Studie zeigt den nachgestellten Aufbau während der Schlafstudie mit Messgeräten zur Schlafmessung sowie im Vordergrund das Mikrofon zur Aufzeichnung des Lärms.

DLR-Studie: Kinder schlafen schlechter bei Fluglärm

  • DLR-Studie: Nachfluglärm hat Folgen für den Schlaf von Kindern
  • Kürzere Schlafphasen und weniger Erholung
  • Grundschulkinder finden Fluglärm weniger störend als Erwachsene

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat am Dienstag (14.05.2019) in Köln-Porz die Ergebnisse einer bisher einzigartigen Studie vorgestellt. Die Forscher haben untersucht, wie sich der Fluglärm am Köln/Bonner Flughafen auf den Schlaf von Grundschulkindern auswirkt.

Erstmals hatten die Forscher die Kinder nicht nur befragt, sondern den Schlaf mit Hilfe von Elektroden überwacht und gemessen.

Weniger Erholung in der Nacht

Danach hat nächtlicher Fluglärm Einfluss auf den Schlaf. In Nächten mit vielen Überflügen schlafen die Kinder vor allem schlechter ein. Sie liegen in der Nacht auch länger wach im Bett und haben kürzere Tiefschlafphasen.

Die Kinder waren deshalb am Morgen oft nicht gut erholt, obwohl sie sich subjektiv nicht müder fühlten. Im Vergleich zu Erwachsenen fühlten sie sich durch den Fluglärm generell weniger gestört. Auch wachten sie wegen des Lärms nachts nicht so häufig auf wie Erwachsene.

51 Kinder zwischen acht und zehn Jahren haben die Forscher untersucht. Sie alle leben in der Nähe des Flughafens Köln/Bonn.

Stand: 14.05.2019, 14:03