Flughafen Köln/Bonn rechnet 2019 mit Verlusten

Flugzeuge der Fluggesellschaft Germanwings stehen in Köln auf dem Flughafen Köln-Bonn vor dem Terminal

Flughafen Köln/Bonn rechnet 2019 mit Verlusten

  • Geschäftsleitung rechnet 2019 mit weniger Passagieren
  • Verluste bei Bodendiensten und Flächenvermietung
  • Neue Tochter für Bodendienste geplant

Die Geschäftsleitung des Flughafens Köln/Bonn rechnet für 2019 mit Verlusten. Im kommenden Jahr würden weniger Menschen fliegen, zudem werde auch in anderen Bereichen zu wenig Geld eingenommen.

Unter anderem bringe die Vermietung freier Flächen in den Terminals nicht genug ein, sagte Geschäftsführer Johan Vanneste in Köln. Dauerhaft Verluste macht der Airport vor allem im Bereich der Bodenverkehrsdienste. Die 650 Beschäftigten ent- und beladen Flugzeuge, enteisen und betanken die Maschinen oder bringen Treppen an.

Ausgliederung von Bodendiensten im Gespräch

Nun soll eine neue Tochtergesellschaft gegründet werden, in der neu eingestellte Mitarbeiter weniger Lohn erhalten sollen. Dagegen hatten Betriebsrat und Gewerkschaften in der Vergangenheit protestiert. Durch die schlechtere wirtschaftliche Lage des Flughafens wird der Druck nun höher. Es werden weitere Sparpotentiale gesucht.

Im Dezember 2017 hatten sich der Flughafen und der langjährige Geschäftsführer, Michael Garvens, einvernehmlich getrennt. Garvens wurde Untreue und Missmanagement bei den Finanzen vorgeworfen.

Stand: 16.10.2018, 14:27