Mutmaßlicher U-Bahn-Schubser stellt sich Kölner Polizei

Mutmaßlicher U-Bahn-Schubser stellt sich Kölner Polizei

  • 18-jähriger Kölner stellt sich in Begleitung seines Anwalts
  • Er soll einen Mann in U-Bahn-Station angegriffen haben
  • Fahndung mit Überwachungsvideo

Ein 18-Jähriger hat sich am Freitag (07.09.2018) nach Angaben der Kölner Polizei in Begleitung seines Anwalts gestellt. Er soll vor zwei Monaten in einer Kölner U-Bahn-Station grundlos einen Wartenden auf die Gleise gestoßen haben.

Kein Haftbefehl

Die Polizei hatte am Donnerstag ein Überwachungsvideo veröffentlicht, das den Angriff zeigte. Ein Richter hatte die Veröffentlichung genehmigt, weil alle Fahndungsaufrufe erfolglos verlaufen waren.

Laut Polizei hat der 18-Jährige in einer ersten Vernehmung zugegeben, die Person auf den Bildern zu sein. Nun erwartet ihn ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung. Er kam wieder auf freien Fuß, Haftbefehl wurde nicht beantragt.

Angriff in Ehrenfeld

Der Vorfall hatte sich bereits am 28. Juni in einer unterirdischen Haltestelle der Kölner Verkehrs-Betriebe im Stadtteil Ehrenfeld ereignet. Am Nachmittag hatte sich der Unbekannte auf dem Bahnsteig offenbar mit einer Frau gestritten.

Kurz darauf rempelte der Täter einen 42-Jährigen, der am Bahnsteig wartete, so heftig an, dass dieser ins Gleisbett stürzte. Ein Zeuge konnte den Verletzten wieder aus der Gefahrenzone ziehen. Der Täter flüchtete.

Nicht der erste Übergriff in Köln

Erst im März hatte das Landgericht Köln einen 26 Jahre alten Mann wegen einer ähnlichen Tat in die Psychiatrie eingewiesen. Er hatte eine junge Touristin gegen eine einfahrende U-Bahn geschubst - sie überlebte die Attacke.

Stand: 07.09.2018, 17:31

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