Bergung von E-Scootern im Rhein bei Köln abgesagt

Symbolbild: E-Scooter im Wasser eines Sees oder Flusses.

Bergung von E-Scootern im Rhein bei Köln abgesagt

Von Oliver Köhler

Die von den Betreibern der E-Scooter angekündigte Bergungsaktion mit Tauchdrohnen wird vorerst nicht stattfinden.

Das hat die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt auf Anfrage des WDR mitgeteilt. Grund für die Verzögerung ist nach Angaben der E-Scooter-Verleiher die ausstehende Genehmigung durch die Behörden. Die Mitglieder des Verbandes der Verleiher arbeiten laut schriftlicher Mitteilung "weiterhin mit Hochdruck daran, die Aufräum- und Bergungsarbeiten bald zu starten".

Taucher sollen E-Scooter in Köln bergen

Laut Schifffahrtsverwaltung planen die Betreiber der E-Scooter jetzt den Einsatz von Industrietauchern. Zu dieser Information wollen die Verleiher bisher keine Stellungnahme abgeben. Nach WDR-Recherchen sollen im Rhein im Bereich der Kölner Innenstadt etwa 500 Elektro-Tretroller liegen.

Nach Angaben der Generaldirektion Wasserstraße und Schifffahrt sollen die Taucher vom Ufer aus in den Rhein gehen und im Bereich des Ufers E-Scooter bergen. Für dieses Vorhaben könne "eine Genehmigung (...) zeitnah erfolgen", teilte eine Sprecherin der Behörde mit.

Köln: Vorbereitungen fürs Tauchen im Rhein können Wochen dauern

Nach Angaben von Tauchunternehmen kann im Bereich der Kölner Altstadt wegen der zur Zeit starken Strömung auch entlang der Ufermauern nur mit schweren Schutzvorrichtungen getaucht werden. Damit Taucher im Rhein arbeiten können, müsste von einem Schiff aus ein etwa sechs Tonnen schweres Stahlschild ins Wasser gehängt werden. Dahinter seien die Taucher vor der starken Strömung geschützt.

Dafür sei eine teilweise Sperrung des Rheins erforderlich. Die Vorbereitungen für einen solchen Taucheinsatz könnten mehrere Wochen dauern.

Stand: 25.06.2021, 19:09