Stadt Köln ehrt Biontech-Gründer

Stadt Köln ehrt Biontech-Gründer

Von Jochen Hilgers

Die Stadt Köln hat am Freitag die Entwickler des Biontech-Impfstoffs Özlem Türeci und Uğur Şahin geehrt.

Türeci und Şahin trugen sich ins Goldene Buch der Stadt ein und bekamen von der Kölner Universität die Ehrendoktorwürde verliehen. Beide wurden geehrt für die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs in Rekordzeit, wie es hieß. Während Özlem Türeci als Tochter eines türkischen Arztes in Niedersachsen geboren wurde, kam Sahin im Alter von vier Jahren als Gastarbeiterkind nach Köln.

Der feierliche Eintrag ins Goldene Buch der Stadt begann für Özlem Türeci und Uğur Şahin sowie die Ehrengäste mit türkischer Folklore. Zuvor hatte es ein wahres Blitzlichtgewitter gegeben, als die Biontech-Gründer die festlich vorbereitete Piazetta des historischen Kölner Rathauses betraten.

Fußball lehrte Biontech-Gründer Ugur Sahin fürs Leben

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker zeigte sich in ihrer Rede im Namen der Kölnerinnen und Kölner zutiefst dankbar. "Wo wären wir ohne Sie?", sprach Reker die beiden Wissenschaftler direkt an. "Danke, dass Sie uns ein Fenster geöffnet haben."

Er sei überwältigt, sagte Uğur Şahin bei seiner Rede und erinnerte an seine Zeit in Köln. Er kam im Alter von vier Jahren in die Stadt. Sein Vater arbeitete damals bei Ford. Seine ersten Erinnerungen seien die vielen Fußballspiele mit seinen Freunden gewesen. Da habe er gelernt: "Wenn man etwas gewinnen möchte, kann man das nur als Team. Wer hinfällt, steht wieder auf und macht weiter."

Der 56-Jährige machte sein Abitur am heutigen Erich-Kästner-Gymnasium, studierte und promovierte zur Immuntherapie bei Tumorzellen an den Kölner Universitätskliniken. Anfang der 90er Jahre arbeitete er dort auch als Arzt - unter anderem in der Onkologie. 1992 folgte er seinem Doktorvater nach Homburg.

Dekan der Medizinischen Fakultät erinnert an Werdegang der Biontech-Gründer

An den Werdegang der mittlerweile weltbekannten Studenten erinnerte auch der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, Prof. Dr. Gereon R. Fink. Er sagte in Richtung der Geehrten, sie würden sich nicht nur als Forschende verstehen, sondern wollten auch als Medizinerin und Mediziner ihre Forschung möglichst schnell den Patienten zugute kommen lassen.

Stand: 17.09.2021, 16:16