Stadt Köln legt Baustelle nach zweitem Bombenfund still

Eine stillgelegte Bausstelle nach Bombenfund in Köln-Zollstock

Stadt Köln legt Baustelle nach zweitem Bombenfund still

Von Oliver Köhler

  • Baustelle in Zollstock stillgelegt
  • Sicherheitsregeln für Weltkriegsbomben wohl missachtet
  • Bauaufsichtsamt vermutet weitere Verstöße

Weil ein Bauunternehmen Sicherheitsregeln im Umgang mit Weltkriegsbomben missachtet haben soll, hat das Ordnungsamt der Stadt am Donnerstag (28.11.2019) eine Baustelle im Kölner Stadtteil Zollstock stillgelegt. Auf der Baustelle waren in den vergangenen zehn Tagen zwei Mal Blindgänger gefunden worden. Bei beiden Entschärfungen mussten etwa 7.000 Menschen ihre Wohnungen räumen.

Kurz vor der Entschärfung der zweiten Bombe hatten Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes und des Kölner Ordnungsamtes festgestellt, dass Bauarbeiter den Zünder der Bombe bei Erdarbeiten beinahe ausgelöst hätten. Die Arbeiter haben schwere Stahlträger ins Erdreich gerammt und die Bombe dabei nur um einige Zentimeter verfehlt.

Weitere Verstöße auf Baustelle vermutet

In Köln-Zollstock wurde nach einem Bombenfund durch ein Verbotsschild eine Baustelle stillgelegt

Nach Informationen der WDR Lokalzeit Köln hätten die Ramm-Arbeiten aus Sicherheitsgründen auf dem Grundstück so nicht ausgeführt werden dürfen. Das Bauaufsichtsamt hat inzwischen festgestellt, dass es auf der Baustelle mutmaßlich weitere Verstöße gibt. Bis zur Klärung sind dort alle Arbeiten verboten.

Eine Explosion hätte in dem dicht besiedelten Gebiet in Zollstock verheerende Folgen gehabt. Auch die auf dem nahe gelegenen Güterbahnhof stehenden mit Chemikalien beladenen Waggons hätten zerstört werden können.

Bombenfund: Wurde nicht richtig gesucht? 02:33 Min. Verfügbar bis 02.12.2020

Stand: 02.12.2019, 12:56