Festival: Africologne 2019 beginnt in Köln

Africologne Tanzworkshop

Festival: Africologne 2019 beginnt in Köln

Von Christian Basl

  • Kameruner Philosoph Achille Mbembe spricht an Kölner Uni
  • 50 Künstler aus afrikanischen und europäischen Ländern
  • Festival will postkoloniale Strukturen aufzeigen

Was schulden wir Afrika? Wenn der kamerunische Philosoph Achille Mbembe am Montag Abend (17.06.2019) vor Studierende der Kölner Universität tritt, wird er auch über geraubte Kultur aus Afrika und die Zivilisationsschuld Europas sprechen. Mit Mbembes Vortrag in der Uni-Aula startet das Africologne-Festival in Köln.

Africologne will Multiperspektivität zeigen

Zwischen 17. und 30. Juni präsentieren über 50 Künstler und Künstlerinnen afrikanisches Theater, Performance, Tanz, Musik und Literatur – unter anderem aus Burkina Faso, Kamerun, Mali und Nigeria. Den Veranstaltern gehe es "um inhaltliche und ästhetische Multiperspektivität".

Africologne Theater

So erzählt das Theaterstück "Die Revolution frisst ihre Kinder!" die fiktive Geschichte einer Theatergruppe, die nach Burkina Faso reist und in einen Bürgerkrieg gerät. Oder die Theater-Performance "Reverse Colonialism!": Die Künstler gründen einen fiktiven afrikanisch-europäischen Staat und lassen Zuschauer über Normen und Regeln des neuen Landes abstimmen.

Noch immer postkoloniale Strukturen?

Die Frage nach einem gleichberechtigten globalen Miteinander ist auch Thema des Begleitprogramms: In Vorträgen und Diskussionsrunden geht es unter anderem darum, wie postkoloniale Strukturen immer noch die Beziehung zwischen Europa und Afrika bestimmen.

Das Festivalzentrum befindet sich in der Alten Feuerwache, gespielt wird aber auch im Schauspiel Köln in Köln-Mülheim oder im Orangerie-Theater im Volksgarten.

Stand: 17.06.2019, 13:46