Keine standesamtlichen Trauungen mehr in Grevenbroicher Kloster

Das  Zisterzienserkloster Langwaden

Keine standesamtlichen Trauungen mehr in Grevenbroicher Kloster

  • Kloster will keine gleichgeschlechtlichen Paare trauen
  • Standesamt beendet Zusammenarbeit bei Eheschließungen im Kloster
  • Ältestenrat der Stadt unterstützt die Entscheidung

Weil die Zisterzienser Mönche auf dem Kloster in Langwaden gleichgeschlechtliche Trauungen nicht mit ihren Werten vereinbaren können, hat das Standesamt die Zusammenarbeit mit dem Kloster beendet. Das hat die Stadt dem WDR am Montag (02.07.2018) bestätigt.

Ab kommendem Jahr soll es dort gar keine standesamtlichen Eheschließungen mehr geben.

Stadt will Gleichberechtigung

Weder hetero- noch homosexuelle Paare können dann standesamtlich im Kloster heiraten. Die Stadt begründete ihre Entscheidung damit, dass sie als staatliche Verwaltung alle gleich behandeln wolle.

Seit 2007 konnten sich heterosexuelle Pärchen im Grevenbroicher Kloster in der ehemaligen Klosterbibliothek standesamtlich trauen lassen. Nachdem die "Ehe für alle" vor einem Jahr beschlossen wurde, kamen Vertreter des Klosters auf die Stadt Grevenbroich zu. Nach Angaben der Stadt habe das Kloster bekundet, dass sie ein Problem bei der Trauung gleichgeschlechtlicher Partner sehen würden.

Kloster ist beliebter Trauungsort

Auch nach weiteren Gesprächen konnte keine Lösung gefunden werden. Deshalb trennte sich die Stadt vom Kloster als Trauungsort. Das Kloster war neben der Villa Krüppel und dem Schloss Hülchrath einer der beliebtesten Trauungsorte in Grevenbroich. Um die 500 Ehen werden jährlich in der Stadt geschlossen.

Stand: 03.07.2018, 10:08

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