"Klimasynode" im Rheinischen Revier kritisiert Bischöfe

Tagebau Hambach bei Kerpen

"Klimasynode" im Rheinischen Revier kritisiert Bischöfe

  • Kritik an Aachener und Kölner Bischof
  • Klare Stellungnahme gegen die Umsiedlung gefordert
  • 100 Christen und Umweltschützer für den Erhalt der Kirchen im Revier ein

Rund 100 Christen und Aktive aus der Klimabewegung haben im Rahmen einer Veranstaltung am Wochenende (19.10.2019/20.10.2019) den Braunkohletagebau Hambach besucht und mit Umsiedlern gesprochen. Die Zusammenkunft begann in der Dürener Kirche St. Marien.

Wo steht die Kirche?

Auf der Dürener "Klimasynode" ist über die ökologische Zerstörung und ihre sozialen Folgen diskutiert worden. Das Ziel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist es, eine klare Positionierung der katholischen Kirche im Rheinischen Revier zu erreichen, das durch den Braunkohletagebau geprägt ist.

Kritik an Verkäufen an RWE

Die Kirche steht in der Kritik, weil sie Gebäude und Land für die Braunkohle an RWE verkauft. In der Abschlusserklärung der "Klimasynode von unten" wurde die Kirche aufgefordert, kein weiteres Land an den RWE-Konzern zu verkaufen und die bereits verkauften Kirchen nicht zu entwidmen.

Als Christ fühle man sich von der Kirche allein gelassen, sagte ein Teilnehmer des Treffens. Rund 4.000 Unterschriften wurden bisher für den Erhalt der Kirchen im Rheinischen Braunkohlerevier gesammelt. Bisher haben der Aachener, sowie der Kölner Bischof es abgelehnt, diese Unterschriftenlisten persönlich entgegenzunehmen.

Strukturwandel: "Wir brauchen schnelle Entscheidungen"

WDR 5 Morgenecho - Interview 13.05.2019 05:50 Min. Verfügbar bis 11.05.2020 WDR 5

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Parallel zur Amazonassynode

Amazonassynode in Rom: Papst trifft Vertreter indigener Völker

Amazonassynode: Es geht um Schutz des Amazonas und seiner Bewohner

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Rheinische Braunkohlerevier. Die "Klimasynode" wird bewusst parallel zur "Amazonassynode" in Rom veranstaltet. Dort beraten bis zum 27. Oktober 2019 Bischöfe, Ordensvertreter und Experten, darunter viele aus der Amazonasregion, über "neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie". Während der Eröffnungsmesse appellierte der Papst an die Bischöfe, sich für den Amazonas und seine indigenen Völker einzusetzen.

Stand: 20.10.2019, 16:47