Kleve: 615 Euro Schadensersatz für Filmhuhn Sieglinde

 Das Huhn Sieglinde bei Dreharbeiten zu einem Film (2017).

Kleve: 615 Euro Schadensersatz für Filmhuhn Sieglinde

  • Besitzerin von TV-Huhn bekommt 615 Euro
  • Besitzerin hatte 4.000 Euro anstatt 300 Euro gefordert
  • Hund soll Sieglinde in Weeze getötet haben

Im Rechtsstreit um das von einem Hund totgebissene Filmhuhn Sieglinde hat eine Berufungskammer des Landgerichts Kleve am Freitag (17.01.2020) eine Entscheidung verkündet. Die Besitzerin Ute Milosevic bekommt 615 Euro. Das sind deutlich weniger als die von ihr geforderten 4.000 Euro Schadensersatz. Das Amtsgericht hatte ihr in erster Instanz 300 Euro und eine Teilschuld zugesprochen.

Sieglinde-Besitzerin Ute Milosevic

Sieglinde-Besitzerin Ute Milosevic

"Es dürfe ihr nicht als Mitverschulden angerechnet werden, dass sie ihr Huhn auf dem eigenen Hof in Weeze am Niederrhein frei hatte herumlaufen lassen", sagte der Vorsitzende Richter schon bei der Berufungsverhandlung am 22.11.2019 vor dem Landgericht Kleve.

Hund soll Sieglinde in Weeze getötet haben

Das braune Legehuhn war im Sommer 2017 auf dem Hof vom freilaufenden Hund eines Spaziergängers getötet worden. Ihr Huhn sei für Film und Fernsehen geschult gewesen und habe zum Beispiel für den Ende 2018 in der ARD ausgestrahlten Film 'Wir sind doch Schwestern' vor der Kamera gestanden, hatte die Besitzerin argumentiert.

Bei der geforderten Summe hatte das Gericht bei der mündlichen Verhandlung Ende 2019 allerdings Skepsis angedeutet.

Stand: 17.01.2020, 11:08