Klage gegen eingeschweißte Post-Werbesendung

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Klage gegen eingeschweißte Post-Werbesendung

  • Ärger um millionenfach verschicktes Werbemagazin
  • Werbeblatt sorgt für mehr Plastikmüll
  • Bürger-Inititative will Post verklagen

Das Werbemagazin "Einkauf aktuell" flattert millionenfach in die Haushalte – eingeschweißt in Plastik. Worüber sich viele ärgern. Vor allem, weil die Haushalte die wöchentliche Wurfsendung auch dann bekämen, wenn sie dem Erhalt schriftlich widersprochen haben, kritisiert die Initiative "Letzte Werbung".

Nach deren Angaben ist das Werbeblatt für große Mengen Plastikmüll und Altpapier verantwortlich. Jetzt bereitet die Initiative eine Klage gegen den Post-Konzern vor-

Widerspruch nicht akzeptiert

Die Post habe keinen Widerspruch akzeptiert, sagte eine Sprecherin von "Letzte Werbung". "Sie bietet auch keinen alternativen Weg, um sich einfach von der unerwünschten Plastikpost abzumelden." Das Unternehmen sei nicht an einer ergebnisoffenen Diskussion interessiert. "Wir sehen uns daher gezwungen, den rechtlichen Weg zu gehen."

Hefte sollen nicht verdrecken

Ein Post-Sprecher sagte, der Konzern sei sich "der Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst", aber die Plastikfolie sei notwendig, damit die Hefte "vollständig und nicht verdreckt oder nass" ankämen.

Der "Welt am Sonntag" (21.07.2019) teilte die Post mit, sie ermögliche Kunden bisher nicht die schriftliche Kündigung, weil es in einem Massengeschäft nicht möglich sei, "einzelne Empfänger über Namenslisten auszunehmen."

Klage möglicherweise im August

Die Initiative "Letzte Werbung" will nun bis zu zehn klagebereite Personen auswählen. Zunächst aber müssen diese Haushalte trotz Widerspruchs die "Einkauf aktuell" erhalten. "Sobald das passiert ist, können die Betroffenen Klage einreichen. Wir rechnen damit, dass das Mitte August passieren wird", so die Sprecherin der Initiative.

Kampf gegen die Werbepost

WDR 2 03.12.2018 02:48 Min. Verfügbar bis 03.12.2019 WDR 2

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Stand: 21.07.2019, 08:51

Kommentare zum Thema

7 Kommentare

  • 7 Brigitte Schütze 23.07.2019, 08:01 Uhr

    Hoffentlich haut das Gericht der Post endlich auf die Finger. Ich habe mehrfach vergeblich versucht, sie davon abzuhalten, mir ihren Plastikmüll in den Briefkasten zu schmeißen. Bisher ohne Erfolg. Ich schreibe deshalb nun „Annahme verweigert“ drauf und werfe es in den nächsten Briefkasten. Anscheinend machen das zu wenig Leute. Sonst hätte die Post bestimmt schon reagiert.

  • 6 Anne Staudt 22.07.2019, 19:17 Uhr

    Höchste Zeit und tausend Dank. Und BITTE AUCH DIE GANZE Übrige Werbung die Märkte wie Lidl, Aldi Rewe Mann Mobilia usw. ständig verteilen verbieten. Ist eine Katastrophe was da nur zum weg werfen gedruckt wird. Man ist total Wehr und Hilflos.

  • 5 M Wagner 22.07.2019, 18:42 Uhr

    Deutschland hat wirklich wichtigere Probleme

  • 4 Horst Wagnitz 22.07.2019, 17:53 Uhr

    ...das ungebetene zumüllen nimmt formen an die der gesetzgeber schnellstens verbieten muss...was sagen die freitags- schulschwänzer dazu?...nehmt euch des themas an...die angst vor euch ist so groß- da werden die schwarzrotgrünen schon reagieren...

  • 3 Tom 22.07.2019, 13:16 Uhr

    Endlich tut mal jemand was dagegen. Ich verstehe nicht wieso die Post bei uns den Mist vor einem Jahr eingeführt hat. Ich hoffe, dass das bald wieder verschwindet auch die ganze andere gedruckte Werbung sollte verschwinden einfach nur Ressourcenverschwendung.

  • 2 Jürgen Böhm 22.07.2019, 12:42 Uhr

    Wie wäre es wenn man die unerwünschte Werbung in die Briefkästen der Post steckt? Unerwünschte Werbung, zurück zum Absender

  • 1 Stortz 22.07.2019, 12:19 Uhr

    Endlich sagt mal jemand etwas dazu! Ich hab mich schon so oft gefragt, warum die Post das so darf, genau wie heimlich die Privatadresse weiter geben.

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