"Oberbergischer Dom": Benefizkonzert für Glockenturmsanierung

Der Oberbergische Dom mit Gerüst von außen.

"Oberbergischer Dom": Benefizkonzert für Glockenturmsanierung

Von Susanne Lang-Hardt

  • Läuteverbot für 900 Jahre alte evangelische Kirche
  • Kirchturm ist morsch
  • Lionsclub organisiert Gospel- und Handglocken-Konzert

Der Glockenturm des sogenannten Oberbergischen Doms in Gummersbach muss saniert werden. Die Balken im Kirchturm sind morsch, die Mauern so alt, dass die Steine bröseln. Deshalb ist der Turm seit fast zwei Jahren dick in Plane gehüllt.

Arbeiten dauern bis Mitte 2020

Die Schäden an der Kirche mit den kunsthistorischen Schätzen sind enorm. Allein die Turmsanierung kostet 1,5 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen gibt dafür 100.000 Euro. Dieselbe Summe kommt noch einmal vom evangelischen Kirchenkreis An der Agger. "255.000 Euro Spenden hat die Gemeinde schon gesammelt, aber das reicht immer noch nicht," sagt Pfarrer Markus Aust.

Großes Benefizkonzert mit Handglockenchor Wiedensahl

Am Sonntag (10.11.2019, 17 Uhr) startet das bisher größte Benefizkonzert zur Kirchturmsanierung, bei dem auch die Glocken des Doms zum ersten Mal seit anderthalb Jahren zu hören sein werden. Damals wurde wegen der Baufälligkeit des Glockenturms ein Läuteverbot erlassen.

Der Lionsclub hat das Konzert eineinhalb Jahre lang organisiert. Der Gospelchor der Gemeinde macht mit, und auch der bekannte Handglockenchor aus Wiedensahl, dem Geburtsort von Wilhelm Busch. Der Handglockenchor gehört zu den größten Europas, hat Wettbewerbe gewonnen und Konzerte in Südafrika und den USA gegeben.

Weihnachtsmarkt wird wegen Sanierung verlegt

Ein Weihnachsmarktstand mit Besuchern.

Der Weihnachtsmarkt rund um die Kirche fällt aus. Die Turmsanierung geht vor.

Der beliebte Weihnachtsmarkt am 2. Adventswochenende rund um die evangelische Kirche wird wegen der Bauarbeiten auf das Steinmüllergelände verlegt. Die mittlerweile traditionelle Gänseparade soll es trotzdem geben.

Stand: 08.11.2019, 13:21

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