Kirchenaustritte: Nachfrage zwingt Kölner Server in die Knie

Graffiti an einer Hauswand: Männchen verlässt Kirche.

Kirchenaustritte: Nachfrage zwingt Kölner Server in die Knie

Das enorm gestiegene Interesse an Online-Terminen für Kirchenaustritte hat am Freitag in Köln zu einer Überlastung des Servers geführt.

"Ich kann Ihnen sagen, dass wir mehr oder weniger zeitgleich etwa 5.000 Zugriffsversuche hatten", sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Köln am Freitag. Das habe den Server zusammenbrechen lassen, so dass die Buchungsseite für Termine vorübergehend nicht mehr abrufbar war. So weit er sich erinnern könne, sei das noch nie vorgekommen.

Krise um Kardinal Woelki

In Köln und über die Domstadt hinaus sorgt derzeit die Krise um den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki für Unruhe unter den Katholiken. Der Kardinal hält ein Gutachten zurück, das den Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs gegen katholische Priester untersucht. Er führt dafür rechtliche Gründe an.

Stadtdechant Robert Kleine - der oberste Repräsentant der katholischen Kirche in der Stadt Köln - hat gesagt, er könne derzeit niemandem einen Austritt aus der Kirche verdenken.

Austrittstermine wurden erneut aufgestockt

Wegen hoher Nachfrage hatte das Amtsgericht diese Woche angekündigt, die Zahl der Online-Termine für Kirchenaustritte nochmals aufzustocken. Fortan stünden pro Monat rund 500 zusätzliche Termine zur Verfügung, insgesamt dann 1.500. Die Zusatztermine für März und April wurden am Freitag um 10.00 Uhr freigeschaltet. Daraufhin kam es zur Überlastung des Servers. Im Januar war die Zahl der Termine auch schon aufgestockt worden.

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Stand: 19.02.2021, 17:58