Alpen: Kies-Gipfel mit Politik, Industrie und Gegnern

Alpen: Kies-Gipfel mit Politik, Industrie und Gegnern 01:25 Min. Verfügbar bis 24.04.2020

Alpen: Kies-Gipfel mit Politik, Industrie und Gegnern

  • Kiesabbau am Niederrhein soll erweitert werden
  • Bürgerinitiativen wehren sich gegen die Pläne
  • Landesregierung entscheidet im Juni

Mehrere Bürgerinitiativen wollen nicht, dass der Kiesabbau am Niederrhein erweitert wird und schließen sich zusammen. Am Mittwochabend (24.04.2019) diskutierten sie öffentlich in Alpen im Kreis Wesel mit Vertretern aus Politik und Planung. "Wir fordern, dass die Kiesfirmen nicht unbegrenzt abbauen können. Was weg ist, ist weg, aber es muss eine Begrenzung geben", sagte etwa Dieter Haller aus Hamminkeln.

Mit dabei waren neben einem Vertreter der Kiesindustrie einige NRW-Landtagsabgeordnete von CDU, SPD, Grünen und FDP. Auch der Chefplaner des Regionalverbandes Ruhr war vor Ort. Der RVR hat die Ausweitung des Abbaus in seinem Regionalplan für die nächsten Jahre und Jahrzehnte vorgesehen. Über den neuen Landesentwicklungsplan LEP wird die Landesregierung voraussichtlich im Juni 2019 entscheiden.

Bei kaum einem Thema kochen die Emotionen so hoch wie beim Kiesabbau. Von "Schweizer Käse", "Verlust der Heimat" und "Zerstörung der Landschaft" sprechen Kiesgegner.

Insgesamt gibt es am Niederrhein inzwischen 14 Bürgerinitiativen – sie schließen sich im sogenannten Aktionsbündnis Niederrheinappell zusammen. In Alpen wehren sie sich gegen ein geplantes Gebiet zwischen Flughafenweg und Hoerstgener Weg in der Größe von 29 Hektar. Befürworter sehen in dem Rohstoff eine große Chance für notwendige Investitionen in den Wohnungs-, Straßen- und Brückenbau.

Live: Kies-Gipfel in Alpen 02:29 Min. Verfügbar bis 24.04.2020

Stand: 25.04.2019, 14:25