Möglicher Daten-Diebstahl: Klinikverband gibt Entwarnung

Ein Mediziner schaut in einer Klinik während einer Operation auf einen Überwachungs-Monitor.

Möglicher Daten-Diebstahl: Klinikverband gibt Entwarnung

  • Daten sollen nicht an Dritte gelangt sein
  • Ex-Mitarbeiter soll alleine gehandelt haben
  • Klage wird zurückgezogen

Im Fall des möglichen Diebstahls von Daten aus NRW-Krankenhäusern hat der betroffene Krankenhauszweckverband Entwarnung gegeben. Es habe sich herausgestellt, dass der verdächtigte Mitarbeiter allein gehandelt habe und keine Daten an Dritte weitergeleitet worden seien.

Auch seien alle Daten außerhalb des eigenen Servers nun gelöscht, erklärte der Krankenhauszweckverband Rheinland (KHZV) am Donnerstag (11.10.2018).

Ex-Mitarbeiter hat Tat gestanden

Der Verband hatte im April erklärt, dass sich ein mittlerweile gekündigter Mitarbeiter Daten aus seine Geschäftsstelle "unrechtmäßig angeeignet" haben könnte. Diese habe er mutmaßlich für Auswertungen genutzt, die er im Internet veröffentlichte. Konkret soll es sich um die Seite "medileaks.cc" gehandelt haben.

Nach Angaben des Verbandes hat der Ex-Mitarbeiter mittlerweile eine Erklärung abgegeben und sich zur Täterschaft bekannt. Im Rahmen der Verhandlungen sei zugestanden worden, die zwischenzeitlich bei der Staatsanwaltschaft eingereichte Klage zurückzuziehen.

160 Krankenhäuser im Verband

Der KHZV ist ein Zusammenschluss von mehreren Krankenhausverbänden mit insgesamt mehr als 160 Krankenhäusern. Für seine Mitglieder stellt er "Benchmarking-Daten" zur Verfügung.

Ein Krankenhausmanager kann daran etwa ablesen, wie das eigene Haus im Vergleich zu anderen steht. Einen Rückschluss auf einzelne Patienten sei damit aber nicht möglich, hatte der Verband betont.

Stand: 11.10.2018, 18:52