Bahn-Tarifstreit: Erste Einigung in Düsseldorf

Regionalzug der Eurobahn

Bahn-Tarifstreit: Erste Einigung in Düsseldorf

  • Bahnbetreiber und GDL einigen sich
  • Immer noch Tarifstreit mit Konkurrenzgewerkschaft
  • Weitere Warnstreiks möglich

Der in Düsseldorf ansässige Eurobahn-Betreiber Keolis und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben sich auf einen neuen Tarifabschluss geeinigt. Er sieht eine allgemeine Vergütungserhöhung von 2,2 Prozent ab dem 1. Juli 2019 und weitere drei Prozent zum 1. Juli 2020 vor. Hinzu kommt unter anderem eine Einmalzahlung von 500 Euro.

Noch keine Einigung mit Konkurrenz-Gewerkschaft

Der Tarifstreit zwischen Keolis und der mit der GDL konkurrierenden Bahngewerkschaft EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) geht jedoch weiter, wie eine Keolis-Sprecherin am Dienstagabend (09.04.2019) in Düsseldorf sagte.

Weitere Warnstreiks möglich

Wegen dieses Tarifkonflikts war es zuletzt zu mehreren Warnstreiks bei der Eurobahn und dadurch zu Zugausfällen gekommen. Knackpunkt in den Verhandlungen mit der EVG sind nach Angaben der Keolis-Sprecherin Forderungen nach mehr Urlaub. Hier ist die Gefahr weiterer Warnstreiks nicht gebannt.

Vor allem in NRW unterwegs

Das private Bahnunternehmen Keolis betreibt die Eurobahn, die vor allem in Nordrhein-Westfalen unterwegs ist. Bedient werden aber auch einzelne Strecken bis nach Niedersachsen und in die Niederlande.

Warnstreik bei der Euro-Bahn WDR aktuell 27.03.2019 00:27 Min. Verfügbar bis 27.03.2020 WDR

Stand: 10.04.2019, 07:24