Geflüchteter Syrer: Neustart als Bademeister in Kempen

Syrer wird Bademeister

Geflüchteter Syrer: Neustart als Bademeister in Kempen

Von Inga Drews

  • Immer mehr Geflüchtete bekommen Jobs
  • Geflüchtete als Rettungsschwimmer Kempen
  • Syrer im ersten Ausbildungsjahr erfolgreich

"Wir haben Krieg in Syrien und ich konnte nicht bleiben. Ich hatte Angst, natürlich." Zouhair Alyosef ist 2014 aus Syrien nach Deutschland geflüchtet. Wochenlang saß er in Booten, Lkw oder ging nachts zu Fuß durch den Wald.

Immer mehr Geflüchtete bekommen einen Job

Mittlerweile wohnt er in Viersen, hat Deutsch gelernt und eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe in einem Schwimmbad in Kempen angefangen.

Damit gehört er zu rund 5.400 Geflüchteten, die 2018 in NRW eine Ausbildung begonnen haben. Es werden generell immer mehr Flüchtlinge im Bundesland an Betriebe vermittelt, so die Agentur für Arbeit am Mittwoch (14.08.2019).

Schwimmbad in Kempen warb Geflüchtete an

Der Betriebsleiter des Schwimmbades in Kempen, in dem Zouhair Alyosef arbeitet, hatte bei der Arbeitsagentur extra angegeben, dass er auch geflüchtete Menschen suche. Neue Rettungsschwimmer seien schwierig zu finden.

Auf die Anzeige meldeten sich mehrere Geflüchtete - drei von ihnen stellte er fest ein. Unter ihnen der 36-jährige Syrer Alyosef. Er hatte in Syrien Literaturwissenschaften studiert, musste hier in Deutschland aber noch einmal von vorne anfangen.

"Ich habe ein anderes Leben jetzt. Und man kann sagen: Das ist jetzt meine Heimat hier", sagt er. Mit seiner neuen Arbeit als Bademeister ist er mittlerweile zufrieden und arbeitet darauf hin, irgendwann seine Meisterprüfung zu machen. Das erste Ausbildungsjahr hat er schon mit guten Noten hinter sich gebracht.

Flüchtlinge als Bademeister 03:17 Min. Verfügbar bis 15.08.2020 Von Inga Drews

Stand: 15.08.2019, 21:51