Köln ohne Möbelmesse: Keine Sofas, keine Küchen, keine Besucher

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Köln ohne Möbelmesse: Keine Sofas, keine Küchen, keine Besucher

Von Martin Schütz

Eigentlich wäre Köln seit Mittwoch richtig voll. Besucher aus der ganzen Welt würden sich die Internationale Möbelmesse ansehen. Die fällt wegen der Corona Pandemie aber aus.

Mehr als 100.000 Menschen kommen normalerweise zur Internationalen Möbelmesse (IMM). Sie sitzen dann in den Messehallen in Köln-Deutz auf Sesseln Probe, räkeln sich auf Sofas oder schauen sich neue Küchen an.

In diesem Jahr sind die Hallen leer gefegt, von Gemütlichkeit keine Spur. Die IMM fällt aus, denn während der Corona-Pandemie dürfen auch in Köln keine Messen stattfinden.

Auch das Designfestival Passagen macht eine Pause. Hier hatten die Kölner:innen sonst immer die Möglichkeit, sich in Museen, Galerien oder Hochschulen Ausstellungen anzusehen.

Messebetrieb steht seit Februar 2020 still

Seit fast einem Jahr sind die Kölner Messehallen mittlerweile verwaist. Die Koelnmesse hat die Zeit genutzt, um neue Konzepte zu entwickeln, wie Veranstaltungen auch in Zeiten der Pandemie stattfinden können.

Sie setzt in Zukunft zum Beispiel auf sogenannte hybride Messen. Ein Teil findet digital im Internet statt, ein anderer ganz normal in den Deutzer Hallen. Die Menschen sollen möglichst viel Abstand zueinander halten. Der Eintritt ist beispielsweise nur noch mit elektronischem Ticket möglich und eine App soll den Besucher:innen zeigen, wo es gerade auf dem Messegelände besonders voll ist.

Reine digitale Messen eher die Ausnahme

Das eine Messe nur im Internet stattfindet, ist aus Sicht der Koelnmesse auch möglich, soll aber die Ausnahme bleiben. Im vergangenen Jahr hatte so etwa die Computer- und Videospielemesse gamescom stattgefunden.

Aber nicht alle Messen eignen sich für den rein digitalen Weg. Die IMM ist so ein Fall. Hier wollen die Besucher:innen eben auch auf den Möbeln sitzen und rumlümmeln.

Stand: 20.01.2021, 07:23