TÜV fordert E-Scooter-Sperren bei Schnee und Eis

Das Bild zeigt einen Mann auf einem E-Scooter.

TÜV fordert E-Scooter-Sperren bei Schnee und Eis

  • TÜV: E-Scooter-Sperre bei winterlichen Straßen sinnvoll
  • Bei Nässe und Glätte ist Vorsicht angezeigt
  • Verleihfirmen planen bereits Verleih-Sperren bei Winterwetter

Nasses Herbstlaub, glatte Straßen: Der TÜV fordert eine Sperre für E-Scooter bei winterlichem Wetter, weil die Unfallgefahr zu groß sei. Gerade in Bereichen mit Kopfsteinpflaster bestehe Sturzgefahr. Der TÜV sprach sich deshalb dafür aus, die Scooter zum Beispiel tageweise gesperrt werden.

Der TÜV geht auch davon aus, dass die Akkus in den Rollern bei Kälte schwächeln: Bei null Grad würden sie sich um ein Drittel schneller entladen, so ein TÜV-Mitarbeiter am Sonntag (10.11.2019) gegenüber dem WDR Fernsehen. Das heißt: Sie müssten häufiger wieder aus dem Verkehr gezogen und wieder aufgeladen werden.

Gegenwind von den Verleihern

Die Verleihfirmen wollen ihre Roller trotzdem grundsätzlich auch im Winter fahren lassen. In Wien zum Beispiel hätte man gar keine Probleme gehabt, sagen Tier und Lime. Bei Schnee und Eis könne man die App deaktivieren, heißt es. An bestimmten Tagen könnte es Zonen geben, in denen Scooter nicht abgestellt werden dürften. So am 11.11.2019, dem Beginn im Karnevalssession, und auch zur Weihnachtsmarkt-Saison.

E-Tretroller in Deutschland

WDR 5 Quarks - Hintergrund 18.12.2018 05:08 Min. Verfügbar bis 18.12.2023 WDR 5

Download

Kleineres Angebot

Im Winter werden wohl etwas weniger Scooter auf den Straßen zu sehen sein als im Sommer. Die Anbieter "Circ" und "Tier" wollen mit einer kleineren Flotte in den Städten vertreten sein. Eine Mindestmenge müsse man aber immer bereitstellen, sonst gehe das Mobilitätskonzept nicht auf, sagen die Anbieter. Außerdem arbeiten einige Anbieter daran, ihre Modelle wintertauglicher zu machen, zum Beispiel durch Allwetterreifen oder mehr Gewicht.

Köln liegt bei Unfallzahlen vorne

E-Scooter in den Städten sind an vielen Unfällen beteiligt. Seit dem Start Mitte Juni gab es in NRW 54 meldepflichtige Unfälle. Ein Unfall ist meldepflichtig, wenn jemand deswegen mindestens drei Tage arbeitsunfähig ist. Köln liegt bei den Unfallzahlen vorne: Bis Mitte Oktober gab es 83 Unfälle mit 19 Schwerverletzten.

E-Tretroller im Test

WDR 5 Quarks - Hintergrund 18.12.2018 08:47 Min. Verfügbar bis 18.12.2023 WDR 5

Download

Stand: 10.11.2019, 14:26