Ditib-Moschee verzichtet auf Muezzin-Ruf in Mönchengladbach

Ditib-Moschee in Mönchengladbach

Ditib-Moschee verzichtet auf Muezzin-Ruf in Mönchengladbach

  • Kein Muezzin-Ruf in Mönchengladbach
  • 200 Menschen vor Moschee am Gründonnerstag
  • Türkische Gemeinde entschuldigt sich

DIe türkisch-islamische Gemeinde (Ditib) verzichtet am Donnerstag (17.04.2020) auf den Muezzin-Ruf vom Marinett der Moschee in Mönchengladbach-Mülfort. Am Gründonnerstag hatte es Ärger gegeben, weil sich etwa 200 Gläubige vor der Moschee versammelt hatten.

Stadtverwaltung einigt sich mit Gemeinde

Die Stadt Mönchengladbach hatte den Muezzin-Ruf am Gründonnerstag genehmigt. Irritationen gab es, weil sich viele Gläubige vor der Moschee versammelten, obwohl religiöse Versammlungen derzeit nicht erlaubt sind.

In einem Treffen mit der Stadtverwaltung hat die türkische Gemeinde nun zugesichert, in dieser Woche auf den Gebetsruf vom Minarett verzichten zu wollen. Sie entschuldigte sich für die unerlaubte Versammlung am vergangenen Donnerstag.

Reaktionen in Politik und Internet

CDU-Ratsmitglied Dieter Breymann begrüßte auf seiner Facebook-Seite die Einigung zwischen Stadt und Gemeinde. Man könne so Versammlungen vor Ort verhindern, so Breymann.

Die Ratsfraktion der Linken warnte davor sich "Scharfmachern" und "Menschenfeinden" hinzugeben. Im Internet hätten rechte Blogs den Vorfall zur Stimmungsmache gegen Muslime in Deutschland genutzt.

Stand: 17.04.2020, 17:20