Wesel: Kastration für Freigänger-Katzen

Wesel: Kastration für Freigänger-Katzen

  • Freilebende Katzen sollen geschützt werden
  • Streuner oft in schlechtem Gesundheitszustand
  • Unkastrierte Hauskatzen stören Tierschutzmaßnahmen

Im Kreis Wesel gilt ab Freitag (01.11.2019) eine neue Katzenverordnung. Zuhause gehaltene Freigängerkatzen müssen nun registriert und kastriert sein. Sonst droht den Katzenhaltern ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro. 

Mit der "Verordnung zum Schutz freilebender Katzen" soll der Tierschutz gestärkt werden. Im Kreis Wesel gebe es immer wieder Katzen-Kolonien, in denen sich entlaufene oder ausgesetzte Hauskatzen niederließen. Mangels menschlicher Pflege seien die Katzen aber oft in schlechtem Zustand und litten unter Infektionskrankheiten, Verletzungen und Unterernährung.

Hauskatzen schließen sich Freigängern an

Tierschützer fangen in Wesel bereits regelmäßig die Freigänger-Katzen, lassen sie tierärztlich versorgen, kastrieren und schauen nach ihrer Freilassung weiter nach den Tieren.

Allerdings schließen sich immer wieder unkastrierte Hauskatzen ihren freilebenden Artgenossen an und sorgen für weitere Vermehrung. Dies soll nun durch die neue Verordnung eingedämmt werden.

Über 90 NRW-Orte und Kreise haben Katzenverordnung

Der Kreis Wesel reiht sich mit der Verordnung in die Liste von über 90 Orten und Kreisen in NRW ein, wo es nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes sogenannte Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungsverordnungen für Katzen gibt.

Vierbeinige Verführer – Warum wir verrückt nach Katzen sind Quarks 17.04.2018 43:38 Min. UT DGS Verfügbar bis 17.04.2023 WDR

Stand: 01.11.2019, 08:40