Kirche soll kein Land mehr an RWE verkaufen

Abriss des Immerather Doms

Kirche soll kein Land mehr an RWE verkaufen

  • Katholikenrat und Diözesanrat Aachen kritisieren Amtskirche
  • Gotteshäuser und Kirchenland sollen nicht mehr an RWE verkauft werden
  • Bischöfe nehmen Unterschriftenlisten nicht entgegen

In der Auseinandersetzung um den Braunkohlestopp wächst der Druck auf die katholische Kirche in der Aachener Region. Kirchliche Institutionen wie der Katholikenrat der Region Düren und der Diözesanrat Aachen fordern, kein Kirchenland und kein Gotteshaus mehr an RWE zu verkaufen. In einer Stellungnahme heißt es, der Katholischen Kirche komme jetzt eine Schlüsselrolle zu.

Kirche soll Menschen schützen

Im geplanten Abbaugebiet der Tagebaue Hambach und Garzweiler stehen derzeit fünf Kirchen. Antje Grothus von der Initiative "Buirer für Buir" erklärte, es sei höchste Zeit, dass sich die Kirche schützend vor die betroffenen Menschen stelle. Kein Gotteshaus solle mehr entwidmet werden. Der Abriss des "Immerather Doms" 2018 hatte viele Anwohner entsetzt.

3000 Unterschriften für Erhalt der Dörfer gesammelt

Mehr als 3.000 Unterschriften wurden schon für den Erhalt der Kirchen und der von Umsiedlung betroffenen Dörfer gesammelt. Die Bischöfe Dieser und Woelki wollten die Unterschriftenlisten bisher nicht persönlich entgegennehmen.

Stand: 19.03.2019, 11:21

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