Nach Warntag-Panne soll Bonner BBK-Präsident Unger abgelöst werden

Bundesamt für Bevölkerungsschutz stellt Notfallkochbuch vor - kommt der Blackout?

Nach Warntag-Panne soll Bonner BBK-Präsident Unger abgelöst werden

Die Pannen am bundesweiten Warntag vergangene Woche scheinen nun personelle Konsequenzen nach sich zu ziehen: Agenturberichten zufolge soll der Präsident des Bonner Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger, abgelöst werden.

Nicht sprechberechtigt sei man in der Sache – so lautet die Antwort des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf die Frage, ob Präsident Unger nun tatsächlich abgelöst werde. Nach Informationen des rbb soll Bundesinnenminister Horst Seehofer dies beschlossen haben.

Warnsystem funktionierte nicht richtig

Der Grund für den Unmut über die Behörde mit Sitz in Bonn und ihren Präsidenten Christoph Unger: Die Pannen am ersten bundesweiten Warntag vergangene Woche. Da kamen unter anderem die Meldungen der Warn-Apps deutlich verspätet auf Smartphones an, Sirenen blieben teilweise still.

Ministerium will Fehler aufarbeiten

Das Bundesinnenministerium bezeichnete den Probealarm als fehlgeschlagen und kündigte an, die Vorgänge umfassend aufzuarbeiten. Laut Präsident Unger hätten sich verschiedene Leitstellen nicht an Absprachen gehalten, sodass die Apps nicht richtig funktioniert haben. Bis zum nächsten Warntag im September kommenden Jahres müssten die Defizite bereinigt werden.

Christoph Unger ist seit 2004 Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Stand: 16.09.2020, 15:57

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