Karneval trotz Corona: Köln startet in die fünfte Jahreszeit

Karneval trotz Corona: Köln startet in die fünfte Jahreszeit

Mit 2G-Regel und Temperaturen knapp über den Gefrierpunkt starten die Kölner Jecken in die neue Karnevalssession.

Jecken feiern den Auftakt der Karnevalssession auf dem Heumarkt.

Tausende Jecken haben in Köln den Auftakt der Karnevalssession gefeiert. Vor der Hauptbühne am Heumarkt versammelten sich hunderte Verkleidete, um bei kölschen Karnevalsliedern in die fünfte Jahreszeit zu starten.

Tausende Jecken haben in Köln den Auftakt der Karnevalssession gefeiert. Vor der Hauptbühne am Heumarkt versammelten sich hunderte Verkleidete, um bei kölschen Karnevalsliedern in die fünfte Jahreszeit zu starten.

Es war der Moment, auf den tausende Kölner Jecken gewartet haben. Denn trotz Inzidenzen, die höher liegen als im vergangenen Jahr, soll in diesem Jahr wieder gefeiert werden.

Und das es wurde auch. Zur traditionellen Sessionseröffnung am Heumarkt drängten sich hunderte Jecken dicht an dicht vor der Bühne.

Und bekamen trotz winterlicher Temperaturen ordentlich von den Karnevalsbands eingeheizt.

Um dafür trotz Pandemie einen zumindest einigermaßen verantwortungsvollen Rahmen zu bieten, hatten die Stadt und das Festkomitee Kölner Karneval beschlossen, die Karnevalshotspots Altstadt und Zülpicher Viertel abzusperren und dort nur Genesenen und Geimpften den Zugang zu gestatten.

Ohne Impf- oder Genesenen-Nachweis, wie ihn dieser Jeck vorzeigt, ging also nicht viel.

Auch an den Kölner Kneipen wurde die 2G-Regel kontrolliert – so wie hier am Gaffel-Brauhaus nahe dem Dom.

Der Andrang wurde dadurch jedoch nicht gemindert. Schon vor neun Uhr hatte sich dort eine Schlange gebildet, die bis um den Block ging.

Gleichzeitig setzten viele Jecken, so wie diese als Clown verkleidete Karnevalistin, weiterhin auf individuellen Schutz für sich, aber auch ihre Mitmenschen und trugen Masken.

Oder beobachteten das bunte Treiben aus sicherer Entfernung vom Balkon aus. Natürlich trotzdem verkleidet

Andere ließen auch ohne Maske ihren Karnevalsgefühlen freien Lauf und sangen und schunkelten, was das Zeug hielt.

Auch auf der Zülpicher Straße wurde ausgelassen gefeiert - und trotz Corona gebützt.

An Abstandsregeln war ohnehin nicht zu denken.

Am Nachmittag wurde es sogar so voll, dass die Stadt die Zugänge zur Zülpicher Straße zeitweise abriegeln musste, damit nicht noch mehr Jecken in diesen Bereich strömten.

Natürlich hatte auch die Polizei an diesem 11.11. auch wieder ein Auge auf die Feiernden, so wie diese drei Beamten vor dem Kölner Hauptbahnhof.

Die Jecken scheint das nicht zu stören – genauso wenig wie die niedrigen Temperaturen. In aufeinander abgestimmten Kostümen tummelten sich schon vor 11.11 Uhr zahlreiche Gruppen - wie diese Schwäne - in der Altstadt.

Vollkommen unbeeindruckt davon zeigen sich diese vier Jecken, die sich als Lutschbonons "Nimm4" verkleidet haben. Bei entsprechend guter Laune reicht offenbar auch ein Tutu, um richtig Straßenkarneval zu feiern.

Etwas besser gegen die Kälte geschützt waren diese vier Cruella de Vils aus dem Disneyfilm "101 Dalmatiner". Sie trugen zumindest Strumpfhosen unter ihren Röcken.

Man weiß nicht ob Zufall oder gewollt, aber diese Damen hatten sogar farblich zu ihren Kostümen passende Daunenjacken. Chapeau!

Mit noch mehr Klamottenschichten, Kölsch und Gottes Beistand feiert diese Gruppe "Nonnen" den Auftakt der Karnevalssession.

Auch dieses Bild hat Seltenheitswert, denn normalerweise wird der Karnevalsauftakt im "Wirtz" in der Kölner Südstadt ausgelassen gefeiert. Dieses Jahr hat sich der Kneipenwirt aber schweren Herzens dagegen entschieden. Um seine Gäste und Mitarbeiter nicht der Gefahr einer Coronainfektion auszusetzen, blieb das "Wirtz" zu.

Stand: 11.11.2021, 16:22 Uhr