Ein Mann mit Karnevalskostüm und Maske in Köln.

Stadt Köln setzt Maskenpflicht während Karneval aus

Stand: 17.02.2022, 15:41 Uhr

An Karneval wird es in Köln draußen keine Maskenpflicht geben. Das hat die Stadt dem WDR bestätigt.

Zum 23. Februar läuft die bislang gültige Allgemeinverfügung zur Anordnung einer Maskenpflicht auf dem Kölner Stadtgebiet aus – einen Tag vor Weiberfastnacht.

Die Begründung: Die gesamte Stadt Köln ist als "gesicherte Brauchtumszone" definiert. Im gesamten Stadtgebiet, also auch im Freien, tritt damit für Feiernde eine 2G-Plus-Regelung in Kraft. Sie müssen also vollständig geimpft und geboostert oder vollständig geimpft und negativ getestet sein.

Karneval in Köln: Negativer Corona-Test für Innenräume

Wer in Innenräumen feiern will, muss einen Negativ-Test vorlegen – egal, ob geboostert oder nicht. Somit sei ein hohes Schutzniveau gegeben, versichert die Stadt Köln.

Die Kölnerinnen und Kölner sehen die Entscheidung der Stadt mit gemischten Gefühlen, wie eine Straßenumfrage des WDR ergibt. "Es ist wahrscheinlich besser, wenn man direkt von Anfang an sagt, dass man die Maske nicht tragen muss, sonst gibt es nachher wieder Unstimmigkeiten", sagt uns ein Mann in der Innenstadt. Ein anderer sagt lapidar: "Die Zahlen entwickeln sich gut, damit kann ich leben."

Eine junge Frau äußert sich im Interview zurückhaltend: "Ich würde mich, glaube ich, unwohl fühlen, wenn ich so viele Menschen ohne Maske um mich hätte. Ich habe mich ans Maskentragen gewöhnt." Ein anderer Befragter wird deutlicher: "Ich finde es nicht gut, dass die Maskenpflicht wegfällt, denn das könnte die Infektion noch mal ordentlich in die Höhe treiben. Und ich persönlich werde auch nicht feiern gehen."

Die Maskenpflicht gilt seit dem 10. Dezember 2021 in sämtlichen Fußgängerzonen und großen Einkaufsstraßen, zum Beispiel der Hohe Straße und der Schildergasse. Am 24. Dezember 2021 weitete die Stadt die Maskenpflicht auch auf Wochenmärkte aus.