Karnevalisten planen nächste Session mit 2G-Regel

Karnevalisten planen nächste Session mit 2G-Regel

Von Peter Hild

Das Karnevalskomitee in Düsseldorf will für seine Indoor-Veranstaltungen nur noch Geimpfte und Genesene zulassen. Auch andere Karnevalshochburgen denken über Verschärfungen nach.

"Uns ist nur ein negativer Corona-Schnelltest nicht sicher genug. Wir haben eine Verantwortung den Menschen gegenüber, und wollen deshalb für unsere Indoor-Events auf die 2G-Regel setzen, um so auf der sicheren Seite zu sein", sagte Michael Laumen, Präsident des Düsseldorfer Karnevalskomitees, am Dienstag.

Drei Monate vor dem Beginn der Karnevalssession in NRW hat der Düsseldorfer Vorstoß eine Debatte ausgelöst, wie die Karnevalisten die anstehende Session unter Corona-Bedingungen angehen wollen. Um mehr Menschen zum Impfen zu bewegen, planen die Komitees in Köln und Düsseldorf in den kommenden Wochen noch eigene Impfaktionen.

Sessionseröffnung in Köln nur für Geimpfte und Genesene

Auch in Köln sind für die Sessionseröffnung am 11.11. verschärfte Regeln geplant. Teile der Altstadt und des Heumarkts sollen abgesperrt werden. Der Zugang für maximal 15.000 Feiernde soll nur über personalisierte Tickets und nur mit Geimpft- oder Genesenen-Nachweis möglich sein. "Wir wollen aus Verpflichtung für das Brauchtum und die lokale Musikszene eine sichere Sessionseröffnung auf die Beine stellen", erklärte Ralf Schlegelmilch von der veranstaltenden Ostermann-Gesellschaft.

Das Festkomitee selbst diskutiert noch über strengere Regeln. Die 2G-Regel nach Düsseldorfer Vorbild sei eine Option, so eine Sprecherin, man wolle aktuell aber noch die weitere Corona-Entwicklung abwarten.

Karnevalsvereine planen wieder mehr Events

Nach zahlreichen Absagen im vergangenen Jahr planen viele Vereine im Herbst aktuell wieder mit ihren gewohnten Veranstaltungen. In Aachen hat der Festausschuss die Gesellschaften angehalten, direkt entsprechende Hygienekonzepte mitzuentwickeln. Karnevalspräsident Frank Prömpeler hofft auch über die eigene Werbekampagne "Erst impfen, dann feiern" noch möglichst viele Ungeimpfte zu überzeugen.

In Bonn oder Mönchengladbach will man sich noch nicht festlegen, und erst die weiteren politischen Entscheidungen und Vorgaben abwarten. Bislang sollen die Veranstaltungen dort für Geimpfte, Genesene und Getestete zugänglich sein. "Wir wollen uns in den nächsten Wochen mit den anderen Komitees abstimmen, um eine möglichst einheitliche Linie zu finden", sagte Simon Schmidt vom Festauschuss Bonner Karneval.

Michael Laumen vom Komitee in Düsseldorf ist dagegen überzeugt, dass der gesamte Rheinische Karneval in diesem Jahr nicht um die 2G-Regel und damit strengere Feier-Regeln herumkommen wird.

Stand: 10.08.2021, 14:27