Eine Person feiert verkleidet und mit FFP2-Maske Weiberfastnacht

Höhepunkt der Corona-Session: Karnevalisten planen Alternativen

Stand: 27.01.2022, 14:25 Uhr

Zahlreiche Karnevalsitzungen und Umzüge in der Region wurden wegen der hohen Infektionszahlen abgesagt. Zum Sessionshöhepunkt in einem Monat planen viele Vereine aber alternative Formate.

Von Peter Hild

Thorsten Neumann vom Karnevalsverband Mönchengladbach bastelt schon fleißig an seinem Regieplan. Denn Mitte Februar soll im Hugo-Junkers-Hangar am Gladbacher Flughafen eine große Sitzung aufgezeichnet werden, eine Neuauflage der "Jecken Flimmerkiste" aus dem vergangenen Jahr. "Alle teilnehmenden Gruppen, Garden und sonstigen Künstler kommen zeitversetzt, wir schauen, dass sich so wenige wie möglich begegnen", betont Neumann die starken Corona-Vorkehrungen.

Feiernde Karnevalisten in Gladbach.

Feiernde Karnevalisten in Gladbach

Die Sitzung habe schon jetzt mehr als zweieinhalb Stunden Programm und soll an Altweiber (24.02.22) um 11.11 Uhr online gehen. Die Karnevalisten haben bereits Kontakt mit Altenheimen, Krankenhäusern, Schulen und Kitas aufgenommen, damit die aufgezeichnete Sitzung auch dort ausgestrahlt wird. "Vor allem die Kinder und Jugendlichen freuen sich darauf, endlich aufführen zu können, wofür sie zwei Jahre trainiert haben", freut sich Neumann. Für die Karnevalstage wird über kleine Open Air-Konzerte als Ringveranstaltung nachgedacht, bei der einige Bands von einem Ort zum nächsten ziehen und ein kleines Liveprogramm bieten könnten.

Feiern digital oder mit weniger Leuten

Auch die Narren in Viersen wollen sich den Spaß nicht gänzlich von Corona nehmen lassen. "Wir planen aktuell eine Altweiberveranstaltung vor dem Rathaus, wenn auch natürlich mit weniger Zuschauern als sonst", berichtet Festausschuss-Präsident Frank Schiffers. Die Corona-Schutzverordnung lasse dafür mehr zu als im Vorjahr. Das närrische Vorhaben werde gerade vom Ordnungsamt geprüft. Über die Karnevalstage soll es weitere kleine, spontane Aktionen mit dem frisch gekürten Prinzenpaar geben.

Der Karnevalsausschuss in Neuss plant in diesem Jahr keine Open Air-Veranstaltungen. "Allerdings haben wir mehrere digitale Formate in der Vorbereitung", meint Präsident Andreas Picker.

Duisburg feiert am und im Stadion

Die Karnevalisten in Duisburg wollen in den nächsten Wochen vor allem die MSV-Arena als Ersatzspielort nutzen. Für den 5. Februar ist in dem Fußballstadion die Prinzenkürung geplant. Von der Logenterrasse auf der Haupttribüne aus können dann bis zu 750 Zuschauer in voneinander getrennten Bereichen den Zug unter freiem Himmel verfolgen. Und rund um die tollen Tage soll es dort ebenfalls Programm geben.

Prinz Udo und seine karnevalistische Gefolgschaft

Damals ging's noch: Der Duisburger Prinz Udo im Jahr 2018

"Ich weiß von einer Karnevalsgesellschaft, die im eingezäunten Bereich vor der Nordkurve eine Altweiberveranstaltung plant. So kann dort eben auch der Besucherstrom kontrolliert werden", sagt Michael Jansen vom Hauptausschuss Duisburger Karneval. In der Arena selbst ist an Rosenmontag ein deutlich kleinerer Umzug geplant, und zwar rund um die Rasenfläche.

Düsseldorfer CC plant keine eigenen Aktionen

Das Comitee Düsseldorfer Carneval plant dagegen zum Sessionshöhepunkt keine eigenen Veranstaltungen. Altweiber vor dem Rathaus werde wegen Corona in diesem Jahr ebenso ausfallen wie das beliebte Kö-Treiben am Karnevalssonntag, sagt Geschäftsführer Hans-Jürgen Tüllmann. Einige Vereine und Gesellschaften planen jedoch eigene kleine Veranstaltungen. Den Rosenmontagszug hat das Düsseldorfer Komitee auf den 29. Mai verschoben.

Mehr dazu sehen Sie heute Abend (27.01.22) in der "Lokalzeit aus Düsseldorf" um 19.30 Uhr im WDR Fernsehen.