Aachener Karlspreis 2020 für Rumäniens Präsident Iohannis

Rumänischer Staatspräsident Klaus Iohannis

Aachener Karlspreis 2020 für Rumäniens Präsident Iohannis

  • Klaus Iohannis wird neuer Karlspreis-Träger
  • Rumänischer Staatspräsident sei "überzeugter Europäer"
  • Iohannis folgt auf UN-Generalsekretär António Guterres

Die Karriere von Klaus Iohannis ist ungewöhnlich für einen osteuropäischen Politiker. Er entstammt einer Minderheit – der der Siebenbürger Sachsen. Und er ist Protestant im orthodox dominierten Rumänien. Dennoch genießt der 60-Jährige das Vertrauen der Menschen. Er gilt als zuverlässig in einem von Korruption gebeutelten Land.

Stets für Europa eingesetzt

Kontakte zur EU nutzte Klaus Iohannis schon als Bürgermeister von Hermannstadt. Hermannstadt, rumänisch Sibiu, wurde 2007 europäische Kulturhauptstadt.

Für ein starkes Europa setzt er sich auch als Staatspräsident ein – seit 2014. Vor Schülern in Herzogenrath bei Aachen erklärte Iohannis seine Überzeugung 2016 so: "Wir müssen uns stolz fühlen, Europäer zu sein."

In diesem Jahr wurde der Konservative wiedergewählt, nach harten innenpolitischen Grabenkämpfen. Anerkennung verschaffte er sich vor allem durch die Bekämpfung der Korruption.

Nachfolge von Guterres

Als Karlspreisträger folgt Iohannis auf UN-Generalsekretär António Guterres. Der Preis wird seit 1950 von einer Stiftung vergeben. Iohannis wurde am Samstag (14.12.2019) als neuer Preisträger bekannt gegeben.

Links: Jürgen Linden, Vorsitzender Karlspreisdirektorium; Rechts: Marcel Philipp, OB Aachen; Klaus Iohannis auf Bildschirm

Geehrt wurden in der Vergangenheit unter anderem Winston Churchill, Helmut Kohl, Bill Clinton und Emmanuel Macron. Die Verleihung an Klaus Iohannis wird am 21. Mai kommenden Jahres stattfinden – dem Himmelfahrtstag.

Stand: 14.12.2019, 13:58