Karlsmedaille für niederländischen Journalisten Geert Mak

Portrait von Geert Mak

Karlsmedaille für niederländischen Journalisten Geert Mak

Der niederländische Journalist und Historiker Geert Mak hat im Aachener Rathaus die Karlsmedaille erhalten. Er sei ein Mahner für Europa, hieß es in der Begründung.

Mit der Vergabe der Karlsmedaille würdigt das Kuratorium die integrative Arbeit des Rechtswissenschaftlers und Soziologen Mak als Publizist. In der Begründung heißt es unter anderem: "Mit seinen klugen Beobachtungen des europäischen Kontinents, die er vor allem in seinen Büchern "In Europa“ und "Große Erwartungen – Auf den Spuren des europäischen Traums“ dargelegt hat, zeichnet Geert Mak eine detaillierte Chronik der letzten 30 Jahre".

Er formuliere eine hoffnungsvolle Perspektive in einer Zeit extremer geopolitischer Veränderungen. Auf diese Weise leiste er einen wesentlichen Beitrag zu der Diskussion über die Rolle Europas in der Welt.

Karlsmedaille wird seit 20 Jahren verliehen

Die „Médaille Charlemagne pour les Médias Européens", wie die Karlsmedaille im Original heißt, wird seit dem Jahr 2000 im Umfeld der Karlspreis-Feierlichkeiten verliehen. Er geht an Personen oder Institutionen, die sich in Medien um die europäische Einigung und um das Entstehen einer europäischen Identität verdient gemacht haben.

Bisherige Preisträger waren unter anderem der ehemalige Intendant des Westdeutschen Rundfunks Köln Fritz Pleitgen, die Stiftung Berliner Philharmoniker, der niederländische Musiker André Rieu und der deutsche Fernsehjournalist und ehemalige Leiter des ARD-Studios Brüssel Rolf-Dieter Krause. Die Laudatio auf Mak hält am Freitagabend Martin Schulz, Mitglied des Deutschen Bundestages sowie ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments.

Gestaltet von einer Kölner Künstlerin

Die Medaille selbst wird von der in Köln lebenden Künstlerin Angela Katzy gestaltet. Sie hat einen Durchmesser von etwa 10 cm und ist in 925er Silber gearbeitet. Der Lapislazuli ist in 750er Gelbgold gefasst, auch die innere Strebe ist in gelbgold gestaltet. Sie steht für den Strich, den Karl der Große einer Unterschrift gleich seinem Siegel selbst beifügte, da er selbst nicht schreiben konnte.

Stand: 18.10.2021, 10:30

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