Bußgeld für Pornos und Horrorfilme als Kamelle

Symbolbild Kamelle

Bußgeld für Pornos und Horrorfilme als Kamelle

  • Hinweise aus sozialen Netzwerken
  • Wurfmaterial in Wülfrath nicht ausreichend geprüft
  • Ordnungsgeld akzeptiert

Seit einigen Tagen kursierten Berichte in sozialen Netzwerken, dass nicht jugendfreie Filme als Kamelle auf dem Rosenmontagszug in Wülfrath geworfen sein sollen. Diese Vorwürfe hat die Stadtverwaltung am Donnerstag (07.03.2019) bestätigt. Auch die Stadt Wülfrath habe erst aus den sozialen Medien von den Videos erfahren und von welchem Mottowagen sie geworfen worden sein sollen, so eine Sprecherin.

Am Donnerstagmorgen habe es ein Gespräch zwischen dem Beschuldigten und dem Leiter des Wülfrather Ordnungsamtes gegeben. Der Chef des Mottowagens "Die fleißigen Engel" habe zugegeben, dass die Vorwürfe stimmten. Es sei jedoch keine Absicht gewesen, man hätte bestelltes Wurfmaterial nicht ausreichend geprüft. Er habe für das Wurfmaterial einen Restposten von 400 DVDs erworben.

Ordnungsgeld in unbekannter Höhe

Der Betroffene wird nun ein Ordnungsgeld bezahlen, sagte die Stadtsprecherin weiter. Er habe das Bußgeld akzeptiert. Über die Höhe wollte die Stadt keine Auskunft geben.

Am Mittwoch (06.03.2019) hatte sich zu den Gerüchten über mögliche Horror- oder Pornovideos auf dem Rosenmontagszug bereits der Vorsitzende der Wülfrather Karnevalisten, Roger Szielenkewitz, geäußert. "Das ist ganz furchtbar und geht gar nicht. Wir hatten keine Kenntnis davon", so Szielenkewitz. "Wenn es so war, bin ich zutiefst enttäuscht."

Stand: 08.03.2019, 13:27

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