Erste Jugendsynode im Rheinland: Kirche will jungen Leuten Einfluss geben

Kirchturm vor Sonnenaufgang

Erste Jugendsynode im Rheinland: Kirche will jungen Leuten Einfluss geben

  • Erste Jugendsynode der evangelischen Kirche im Rheinland gestartet
  • Gut 100 Teilnehmer treffen sich drei Tage lang
  • Themen sind Familienarmut, Jugendarbeit und Flüchtlinge

Die rheinische evangelische Kirche (EKiR) geht mit einem Forum für junge Leute neue Wege. Am Freitag (04.01.2019) ist im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr erstmals eine Jugendsynode gestartet. Die neue Tagung sei ein erster Versuch, mehr Chancen für die Mitwirkung junger Menschen zu schaffen, so Präses Manfred Rekowski zum Auftakt.

Zu wenige junge Menschen

Auf dem Treffen wollen die Teilnehmer Vorschläge erarbeiten, wie junge Kirchenmitglieder besser in die Strukturen eingebunden werden können. Präses Rekowski denkt zum Beispiel an die Einrichtung eines Jugendausschusses auf der Landessynode. Dort seien Menschen unter 40 bislang unterrepräsentiert.

Landessynode greift Themen auf

Die Vorschläge sollen dann auf der Landessynode diskutiert werden, die am Sonntag beginnt. "Das ist sehr viel mehr als ein Sandkastenspiel: Das ist eine ordentliche Form der Beteiligung", so Rekowski.

Beteiligung schon im Vorfeld

Themenvorschläge waren seit dem Sommer gesammelt worden. Neben der Frage der Beteiligung stehen auch Familienarmut und der Umgang mit Flüchtlingen auf der Liste. Unter den gut 100 Delegierten sind neben Vertretern der Evangelischen Jugend, der Studentengemeinden und der Landessynode auch ökumenische Gäste.

Ein Blick auf die Jugend

WDR 5 Diesseits von Eden 28.10.2018 07:20 Min. Verfügbar bis 05.11.2019 WDR 5

Download

Zweitgrößte Landeskirche

Das Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland reicht von Teilen Nordrhein-Westfalens und Rheinland-Pfalz bis nach Saarland und Hessen. Fast 80 Prozent der Mitglieder leben im nordrhein-westfälischen Gebiet, die EKiR ist die zweitgrößte Landeskirche der EKD.

Stand: 04.01.2019, 15:12

Weitere Themen