14-Jähriger erstochen: Gericht spricht Hauptangeklagten frei

14-Jähriger erstochen: Gericht spricht Hauptangeklagten frei

  • Freispruch im Prozess um Totschlag
  • Hauptangeklagter kommt aus U-Haft
  • Gericht hat keine Beweise

Der Fall eines mit einem Messer erstochenen 14-Jährigen bleibt vorerst ungeklärt. Das Duisburger Schwurgericht sprach den Hauptangeklagten (53) am Dienstag (13.02.2018) vom Vorwurf des Totschlags frei. Er kam umgehend aus der U-Haft.

Dem Mann könne nicht einmal nachgewiesen werden, dass er an dem Streit am Ostersonntag 2017 überhaupt beteiligt gewesen sei.

Offenbar Streit um ein Handy

Zwei benachbarte Familien hatten sich damals offenbar um ein nicht bezahltes Handy gestritten. Dabei wurde der 14-Jährige durch einen Messerstich tödlich verletzt.

Am Griff des Messers konnten zwar DNA-Spuren gesichert werden, die von dem Angeklagten stammen sollen. Allerdings fanden sich auch Spuren einer weiteren Person. Weil zudem die Täterbeschreibung, die der Vater des Jungen abgegeben hatte, nicht zu dem 53 Jahre alten Angeklagten passte, entschieden die Richter letztlich auf Freispruch.

Stand: 13.02.2018, 17:38