Mönchengladbach: Jugendbande soll für 60 Straftaten verantwortlich sein

Einbruch (Symbolbild)

Mönchengladbach: Jugendbande soll für 60 Straftaten verantwortlich sein

Von Peter Hild

  • Verdächtige im Alter von 14 bis 22 Jahren
  • Vergehen von Einbrüchen bis zu Raubdelikten
  • Fast alle polizeibekannt

Die Mönchengladbacher Polizei ermittelt gegen neun junge Menschen aus dem Stadtteil Rheydt, die in den vergangenen Monaten mindestens 60 Straftaten begangen haben sollen. Einzelheiten stellte die Ermittlungskommission am Montag (08.04.2019) vor.

Die Liste der Vergehen reicht von Einbrüchen, Autodiebstählen und -aufbrüchen bis hin zu Raubdelikten. Die meisten der 14 bis 22-Jährigen sind wegen früherer Verstöße bereits polizeibekannt.

Rabiates Vorgehen, hoher Schaden

"Die Jugendlichen haben sich meist spontan zu ihren Taten entschlossen", sagt Ermittlungsleiter Steffen Lemke. Wenn sie Geld für ihren Marihuanakonsum gebraucht hätten, hätten sie bei der nächsten sich bietenden Möglichkeit zugeschlagen.

Dabei seien die Verdächtigen oft rücksichtslos vorgegangen. Zum Beispiel hätten sie eine 91 Jahre alte Rentnerin bei einem Raubüberfall in ihrer Wohnung samt Rollator zu Boden gestoßen und ihr den Mund zugehalten, so die Ermittler. Oft hätten sie ihre Tatorte verwüstet hinterlassen und damit einen hohen Sachschaden angerichtet. Außerdem sollen die Verdächtigen insgesamt knapp 10.000 Euro Bargeld gestohlen haben.

Taten nur die "Spitze des Eisbergs"

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Gruppe noch weitere Taten aus früherer Zeit zugerechnet werden können. Die meisten von ihnen seien geständig, drei gelten als aktuelle oder frühere Intensivtäter.

Zwei 15-Jährige sitzen bereits in Haft, zum Teil auch wegen anderer Vergehen. Bei den anderen schätzt die Polizei die Fluchtgefahr als gering ein. Für Mai sind die ersten Verhandlungstermine vor Gericht angesetzt.

Stand: 08.04.2019, 16:07