17-Jährige sollen Wuppertaler Casinos überfallen haben

Spielhalle Symbolbild

17-Jährige sollen Wuppertaler Casinos überfallen haben

  • Drei 17-Jährige sollen Spielhallen überfallen haben
  • Angestellte mit Waffen bedroht
  • Bande gilt als dringend tatverdächtig

Mehrfach überfielen die drei Jugendlichen Spielhallen in Wuppertal-Barmen und Oberbarmen. Das Trio bedrohte die Angestellten mit Waffen. Die Bande ist laut Wuppertaler Staatsanwaltschaft dringend tatverdächtig.

Durchbruch durch DNA-Spur

Spielhallenautomaten mit Mann

Eine DNA-Spur brachte schließlich einen der Jugendlichen mit einem Tatort in Verbindung. Die Beschuldigten stellten sich daraufhin der Polizei. Den Ermittlern zufolge begann die Raubserie im August 2017. Die Fahndung sei so intensiv wie langwierig gewesen, sagt Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert: "Wir konnten einen Beschuldigten durch eine DNA-Spur mit den Taten in Verbindung bringen. Wenig später stellten sich dann zwei weitere Personen, die mittlerweile auch gestanden haben, dabei gewesen zu sein." Dass weitere Überfälle aufgeklärt werden können, schließen die Ermittler nicht aus.

Brutales Vorgehen

Geholfen hat der Polizei wohl auch, dass die mutmaßlichen Täter immer gleich vorgingen. "Zunächst schickte man einen unmaskiert hinein", so Baumert, "der sondierte die Lage. Dann kamen dann die bewaffneten Täter, mit Pistolen, entsprechend aussehenden Attrappen oder auch Messern. Und dann wurde mit erheblicher Androhung von Gewalt auf die Angestellten eingewirkt, um die Kasse leer machen zu können."

Folgen für Täter und Opfer

Werden die drei 17-Jährigen verurteilt, so stehen sie vor langen Jugendstrafen. Viele der Spielhallen-Mitarbeiter wurden durch die Überfälle traumatisiert, oft auf nicht absehbare Zeit. Dazu kommen vielfach und lang anhaltende Schlafstörungen. "Viele werden tatsächlich in dem Beruf nicht mehr arbeiten können" sagt Thomas Kolodziej vom Opferschutz der Polizei, "und das ist für die Betroffenen ein großes Problem. Denn der Verdienst aus der Spielhalle kommt oft zum Arbeitslosengeld dazu. Und die Einnahmequelle ist dann weg."

Stand: 19.09.2018, 17:34

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