Jugendliche mischen online bei Leverkusener Politik mit

Jugendserver Leverkusen

Jugendliche mischen online bei Leverkusener Politik mit

Von Celina de Cuveland

  • Erste Plattform dieser Art im Rheinland
  • Jugendliche stimmen über Themen ab
  • Ergebnisse werden Poltikern vorgestellt

Die Leverkusener Jugendverwaltung hat eine neue Online-Plattform entwickelt, den Leverkusener Jugendserver. Auf der Plattform können Kinder und Jugendliche über lokalpolitische Themen abstimmen und ihre Meinung äußern. Die neue Plattform ist am Montag (07.01.2019) an den Start gegangen. Es ist das erste Online-Jugendbeteiligungsverfahren dieser Art im Rheinland.

Jugendliche bekommen ein Mitspracherecht

Über alle politischen Themen, die Kinder und Jugendliche betreffen, soll ab sofort auf der Onlineplattform abgestimmt werden. "Das kann die Sicherheit auf dem Schulweg sein, die Gestaltung von Schulhöfen oder auch ein Bauvorhaben, wenn zum Beispiel ein Spielplatz für das neue Haus weichen muss", sagt Stefanie Schlösser von der Leverkusener Jugendverwaltung. "Die jungen Leute können über eine Kommentarfunktion ihre Meinung sagen oder abstimmen und zeigen, für welche Umsetzung sie sind."

Abstimmungen laufen anonym ab

Die einzige Hürde: Die Jugendlichen müssen sich mit ihrer E-Mail-Adresse auf der Plattform anmelden. Die Abstimmungen sind aber anonym. "Wir wollten die Schwelle möglichst niedrig halten und die Jugendlichen da abholen, wo sie unterwegs sind. Und das ist eben das Netz", sagt Schlösser. Die Ergebnisse legt die Jugendverwaltung anschließend den zuständigen Ausschüssen und Dezernenten vor.

Jugendparlament fand keinen großen Zuspruch

Um die Plattform bei Jugendlichen bekannter zu machen, will das Team der Jugendverwaltung in den nächsten Wochen Schulen und Jugendeinrichtungen besuchen. Bisher konnten sich junge Menschen in Leverkusen in einem Jugendparlament engagieren – das taten aber nur wenige.

Stand: 16.01.2019, 11:33