Atommüll aus Jülich doch nicht in die USA?

Castor-Behälter stehen im Forschungszentrum Jülich in einer Lagerhalle.

Atommüll aus Jülich doch nicht in die USA?

  • US-Regierung will Atommüll nicht zurücknehmen
  • Nuklearmaterial in den Atomkugeln zu gering konzentriert
  • Zwei weitere Lageroptionen werden geprüft

Für die US-Regierung gibt es keinen Grund, die Brennelementkugeln aus dem Jülicher Versuchsreaktor zurückzunehmen. Das geht aus einer Stellungnahme des amerikanischen Energieministeriums hervor.

Die USA beziehen sich auf ein internationales Abkommen, das Staaten zur Rücknahme von Nuklearmaterial verpflichtet. Es soll nicht in die Hände von Terroristen gelangen.

Gilt laut USA nicht als waffenfähig

Das Nuklearmaterial in den Brennelementkugeln sei von so geringer Konzentration und nur mit größtem Aufwand herauszulösen. Also gelte es nicht als waffenfähig und falle nicht unter das Abkommen, so die Stellungnahme des US-Ministeriums vom 20.09.2018.

Der Transport des Atommülls in die USA ist eine von drei Optionen, das Zwischenlager in Jülich zu räumen. Ein Neubau in Jülich oder eine Verlagerung nach Ahaus werden gleichzeitig geprüft.

Stand: 25.09.2018, 11:39

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