"K.K.K.": Jüdischer Karnevalsverein in Köln gegründet

Künstler Tilly plant Karnevalswagen der Religionen Lokalzeit aus Düsseldorf 09.01.2019 02:28 Min. Verfügbar bis 09.01.2020 WDR Von Nora Schuster-Gröters

"K.K.K.": Jüdischer Karnevalsverein in Köln gegründet

Erstmals seit den 1930er Jahren gibt es in Köln wieder einen jüdischen Karnevalsverein. Er nennt sich nach Angaben vom Montag (04.02.2019) "Kölsche Kippa Köpp e.V.".

Karnevalsjecke auf dem Heumarkt

Die Abkürzung K.K.K. erinnert an den "Kleinen Kölner Klub", in dem sich jüdische Kölner Jecken in den 1920er und 1930er Jahren organisiert hatten. Mit Beginn der Verfolgung durch das Naziregime fand der "Kleine Kölner Klub" ein jähes Ende. Die "Köpp", wie sich die Mitglieder des neuen Vereins nennen, sehen das Wiederaufleben als Bereicherung für den kölschen Karneval.

"Wir sind uns der Tradition des früheren K.K.K. sehr bewusst, freuen uns aber auch darauf, neue Traditionen zu begründen", sagte Präsident Aaron Knappstein. "Kölner Juden waren immer Teil des vielfältigen karnevalistischen Lebens, aber lange Zeit nicht sichtbar."

Stand: 04.02.2019, 17:38