Anklage nach Schändung von jüdischem Friedhof in Geilenkirchen

Schwarzer Grabstein aus Marmor mit einem gelben Judenstern darauf

Anklage nach Schändung von jüdischem Friedhof in Geilenkirchen

Nach den Schändungen eines jüdischen Friedhofes in Geilenkirchen Ende 2019 sind jetzt zwei Männer angeklagt worden. Ihnen wird unter anderem Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung vorgeworfen.

Beiden mutmaßlichen Tätern wird eine Nähe zum rechten Milieu nachgesagt. Das NRW-Innenministerium bezeichnet die Männer als "zumindest Sympathisanten" des Syndikats 52. Dabei handelt es sich um eine Nachfolge-Organisation der verbotenen Kameradschaft Aachener Land.

Mehr als 40 Grabsteine wurden im Dezember 2019 zerstört oder umgeworfen, teilweise mit Farbe und Hakenkreuzen beschmiert. In Geilenkirchen selbst gab es später eine Protestaktion von Schülern und allen demokratischen Parteien.

Dass die beiden nun angeklagten Männer aus dem Selfkant und aus Gangelt auch den jüdischen Friedhof in Gangelt geschändet haben, konnten die Ermittlungen der Polizei nicht zeigen.

Stand: 09.03.2021, 11:20