50 Jahre Sozialistische Selbsthilfe in Köln

Mehrere Männer und Frauen sitzen um einen Tisch herum und diskutieren

50 Jahre Sozialistische Selbsthilfe in Köln

  • Engagement für Hilfsbedürftige
  • Projekte für psychisch Kranke und Wohnungslose
  • Gemeinsames Wohnen und Arbeiten steht im Mittelpunkt

Seit 50 Jahren engagiert sich die Sozialistische Selbsthilfe in Köln für obdachlose Jugendliche, psychisch kranke Menschen und organisiert Projekte gegen die Wohnungsnot in der Stadt. Gegründet wurde der Verein als Wohnprojekt für Jugendliche, die aus der Heimerziehung geflüchtet waren.

Verein finanziert sich zum großen Teil selbst

Bis heute steht das gemeinsame Wohnen und Arbeiten im Mittelpunkt des Vereins. In Köln-Mülheim leben inzwischen rund 30 Menschen auf dem Gelände einer ehemaligen Schnapsfabrik. Die SSK hatte sie 1979 besetzt. Mittlerweile ist der Verein Mieter der Stadt Köln. Die Sozialistische Selbsthilfe verdient Geld mit Möbeltransporten und der Vermietung von Veranstaltungsräumen. Außerdem betreibt die SSK eine Kleiderkammer, eine Suppenküche für Obdachlose und sie engagiert sich bei Hausbesetzungen und Projekten des gemeinschaftlichen Wohnens. Der Verein finanziert sich zum großen Teil selbst. Bei größeren Anschaffungen bekommt er Unterstützung von der öffentlichen Hand.

Engagement gegen die Wohnungsnot

Im vergangenen Jahr haben sich die Vereinsmitglieder wieder mehr bei Wohnungsprojekten engagiert. Unter anderem beraten sie die Mieter der Stammheimer Siedlung Egonstraße, die versuchen, den Abriss ihrer sanierungsbedürftigen Häuser durch die Stadt zu verhindern. Zudem protestierte der Verein in jüngster Zeit wieder mit Hausbesetzungen im rechtsrheinischen Köln gegen die aktuelle Wohnungsnot. Während die SSK und später die Sozialistische Selbsthilfe Mülheim in den Anfangsjahren oftmals in Konflikt mit der Politik und der Polizei geriet, sind sie heute anerkannte Hilfsvereine für bedürftige Menschen.

Stand: 31.10.2019, 12:49