Sorge um Günter Wallraff nach Fahrradsturz

Günter Wallraff teaser

Sorge um Günter Wallraff nach Fahrradsturz

Von Jochen Hilgers

  • Fahrradsturz in Köln-Ehrenfeld
  • Mehrstündige Operation überstanden
  • Einsatz für Kölner Sozialwissenschaftler

Der 76-jährige Enthüllungsjournalist Günter Wallraff ist in dieser Woche schwer mit dem Fahrrad gestürzt. Dabei soll Wallraff einen komplizierten Oberschenkelhalsbruch und Kopfverletzungen erlitten haben. Lebensgefahr bestand nach WDR-Informationen nicht. Allerdings wird er nach Informationen aus seinem Umfeld mindestens sechs Wochen in der Klinik bleiben müssen.

Stundenlange Operation

Wallraff selbst ist momentan nicht erreichbar. Er soll bei der mehrstündigen Operation viel Blut verloren haben. Der renommierte Journalist war auf dem Heimweg nach Köln-Ehrenfeld, wo er seit Jahrzehnten lebt. Dabei hatte er offenbar auf einer vielbefahrenen Straße eine Bordsteinkante touchiert und stürzte schwer. Ein zufällig anwesender Arzt versorgte ihn noch vor Ort. Momentan ist er ans Bett gefesselt und versucht sich von dem Sturz zu erholen. Daher vermeidet er mittlerweile Medienkontakte.

Herzprobleme bei Wallraff

Neben seiner derzeitigen Tätigkeit beim Fernsehsender RTL, hatte sich Wallraff in den vergangenen Monaten sehr für die Freilassung des Kölner Sozialwissenschaftlers Adil Demirci in der Türkei eingesetzt. Der war in Istanbul inhaftiert, darf die Türkei jedoch derzeit nicht verlassen. Wallraff reiste zweimal zum Prozess nach Istanbul. Da er unlängst vor der zweiten Reise über Herzprobleme klagte, war bis zuletzt unklar, ob er tatsächlich reist. In zweienhalb Wochen soll ihm in Köln der Hans-Böckler-Preis überreicht werden. Persönlich wird er ihn voraussichtlich nach jetzigem Stand nicht persönlich annehmen können.

Stand: 12.04.2019, 16:21