Jobtausch abgeschlossen

Der Intendant der Oper und der Präsident des Wuppertal Instituts tauschen ihre Arbeitsplätze

Jobtausch abgeschlossen

  • Opernintendant und Präsident des Wuppertal Instituts haben Arbeitsplatz getauscht
  • Positive Erfahrungen überwiegen
  • Mitarbeiter sahen die Aktion auch kritisch

Die drei Wochen des Jobtauschs sind vorbei - und Berthold Schneider, Intendant an der Wuppertaler Oper, fragt sich:"Was war das eigentlich?" Sein Tauschpartner Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts, ergänzt: "Es ist unglaublich, was das auch in einem selbst aufgebrochen hat." Das müsse sich erstmal alles setzen.

"Es ging nicht darum, dass ich hier Weichen stellen, sondern vielmehr darum, dass ich hier etwas öffne", sagt Schneider. Er wolle Menschen dazu bringen, nochmal anders auf ihr Tun zu schauen. Das sei sehr positiv aufgenommen worden.

Wenig Struktur, aber neue Perspektiven

Aber es gab auch Kritik: "Die Chefs haben gesagt, wir tauschen - und ihr guckt mal, wie ihr damit fertig werdet", sagt Guido Hackhausen, Chefdisponent der Oper. Um den Betrieb am Laufen zu halten, sei aber gerade die Unterstützung durch die Mitarbeiter sehr wichtig gewesen. Seine Kollegin Laurence Baradat freut sich dagegen über die neue Perspektive, die Forschungsleiter Uwe Schneidewind mit in die Oper gebracht habe. Dadurch habe sie sich auch ganz anders mit ihrem Job auseinander gesetzt.

"Führung ohne Fachkompetenz"

Auch am Wuppertal Institut überwiegen die positiven Erfahrungen. Das Konzept einer "Führung ohne Fachkompetenz" sei sehr interessant, sagt eine Mitarbeiterin. Gerade wenn man die Persönlichkeitsentwicklung der Führungskräfte betrachte.

Rollentausch

WDR 5 Scala - aktuelle Kultur 28.02.2019 04:40 Min. WDR 5 Von Thomas Mau

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Schon ein weiteres Projekt in Planung

Schneider hat auch schon ein neues Opernprojekt für die nächste Spielzeit im Kopf - mit Beteiligung des Wuppertal Instituts.

Stand: 21.03.2019, 18:57