Tote Kadettin: Eltern hoffen auf neue Ermittlungen

Jenny Böken auf dem Segelschulschiff der Marine

Tote Kadettin: Eltern hoffen auf neue Ermittlungen

  • Justizministerin will sich mit Familie treffen
  • Eltern sind überzeugt: Tod war kein Unfall
  • Vorwürfe gegen Staatsanwaltschaft Kiel

In den Fall, der auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" tödlich verunglückten Offiziersanwärterin Jenny Böken aus Geilenkirchen, kommt wieder Bewegung. Die Justizministerin von Schleswig-Holstein will sich noch in diesem Monat mit der Familie von Jenny treffen. Das erklärte die Familie Böken am Donnerstag (03.01.2019) dem WDR.

War es doch Mord?

Die Familie ist nach einer aktuellen Zeugenaussage davon überzeugt, dass Jenny vor zehn Jahren einem Verbrechen zum Opfer fiel. Sie fordert die Wiederaufnahme der Ermittlungen und will der Justizministerin Ende Januar deshalb unter anderem eine Petition überreichen - unterschrieben von mehr als 140.000 Menschen.

Übernimmt neue Staatsanwaltschaft den Fall?

Das Justizministerium prüft, ob die Staatsanwaltschaft in Kiel weiter federführend bei den Ermittlungen sein soll oder ob eine andere Behörde die Untersuchungen leiten kann. Das fordert die Familie seit Jahren. Sie wirft der Kieler Staatsanwaltschaft Vertuschung vor, weil bislang zu viele Fragen ungeklärt blieben.

Stand: 03.01.2019, 10:20