Petition für Wiederaufnahme des Falls Jenny Böken

Jenny Böken auf dem Segelschulschiff der Marine

Petition für Wiederaufnahme des Falls Jenny Böken

  • Eltern von Gorch-Fock-Opfer treffen Justizministerin
  • Sie fordern Wiederaufnahme der Ermittlungen
  • 140.000 Unterschriften für Petition gesammelt

Damit die Ermittlungen zum Tod der Kadettin Jenny Böken auf der Gorch Fock wieder aufgenommen werden, übereichten die Eltern am Dienstagmittag (29.01.2018) der schleswig-holsteinischen Justizministerin, Sabine Sütterlin-Waack (CDU), eine Petition unterschrieben von 140.000 Menschen.

2008 war die Offiziersanwärterin Jenny Böken aus Geilenkirchen während der Nachtwache auf dem Segelschulschiff über Bord gegangen.

Vater von Jenny Böken vor dem Treffen mit der schleswig-holsteinischen Justizministerin

00:18 Min. Verfügbar bis 29.01.2020

Hoffen auf Wiederaufnahme der Untersuchungen

Die genauen Umstände des tödlichen Unglücks sind bis heute nicht klar. Die Eltern der damals 18-jährigen Jenny Böken sehen viele offene Fragen in den Ermittlungsakten. Sie wollen eine Wiederaufnahme des Falls.

Mutter und Vater der verunglückten Jenny Böken im Gerichtssaal, im Vorderung Akten

Die Eltern der verünglückten Kadettin Jenny Böken

Seit vergangenem Herbst liegt der Familie von Jenny Böken eine Zeugenaussage vor. Darauf berufend geht ihr Anwalt von einem Kapitalverbrechen aus, mindestens von einem Totschlagdelikt. Bisher ist der Zeuge von der Staatsanwaltschaft nicht befragt worden.

Der Grund: Gegen die bisher federführende Staatsanwaltschaft Kiel liegt ein Befangenheitsantrag vor. Darüber hat die Generalstaatsanwaltschaft Schleswig bisher noch nicht entschieden.

Eltern wollen Klarheit

Marlis und Uwe Böken haben der bisherigen Staatsanwaltschaft Kiel vorgeworfen, nicht zu ermitteln, sondern eher zu vertuschen. Eventuell gibt die Justizministerin heute Antworten.

Jennys Eltern schließen zudem mittlerweile nicht mehr aus, auch vor dem Europäischen Gerichtshof zu klagen. Man werde weiter für die Wahrheit kämpfen, sagen Marlis und Uwe Böken.

Stand: 29.01.2019, 08:17